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Verwaltungsgericht Münster, 8 K 499/19.A

Datum:
16.05.2019
Gericht:
Verwaltungsgericht Münster
Spruchkörper:
8
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
8 K 499/19.A
ECLI:
ECLI:DE:VGMS:2019:0516.8K499.19A.00
 
Normen:
AufenthG § 11 Abs 1, AufenthG § 11 Abs. 2, EGRL 115/2008 Art 11 Abs 1 S 1; EGRL 115/2008 Art 3 Nr. 6, Rückführungsrichtlinie Art 11 Abs 1 S 1; Rückführungsrichtlinie Art 3 Nr 6, AufenthG § 58 Abs 1 S 1
Leitsätze:

Mit Art. 11 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe b Richtlinie 2008/115/EG (Rückführungsrichtlinie) ist nicht der verfahrensrechtliche Rechtssatz verbunden, dass die Anordnung des Einreise- und Aufenthaltsverbot erst ergehen kann, wenn feststeht, dass der Rückkehrverpflichtung nicht nachgekommen "wurde" (entgegen VG Münster, Urteil vom 14. Mai 2019 - 11 K 3231/16.A -).

Der Umstand, dass dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seit Sommer 2017 die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Unionsrechtswidrigkeit des § 11 Abs. 1 AufenthG bekannt sein muss (vgl. BVerwG, Beschluss vom 13. Juli 2017 - 1 VR 3.17 -, juris) und die Entscheidung des Bundesamts zum Einreise- und Aufenthaltsverbot danach gleichwohl im bisherigen Wortlaut ergangen ist, begründet nicht die Annahme, dass die Auslegung als behördliches Einreise- und Aufenthaltsverbot ausgeschlossen ist.

 
Tenor:

Die Klage wird wegen des Einreise- und Aufenthaltsverbots als unbegründet, im Übrigen als offensichtlich unbegründet abgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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