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Verwaltungsgericht Münster, 8 L 1483/17.A

Datum:
20.09.2017
Gericht:
Verwaltungsgericht Münster
Spruchkörper:
8
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
8 L 1483/17.A
ECLI:
ECLI:DE:VGMS:2017:0920.8L1483.17A.00
 
Schlagworte:
Aufgriffsfall Aufgriffsfälle Abschiebungsanordnung sicherer Drittstaat Mitgliedstaat EU Anwendungsvorrang Unionsrecht
Normen:
AsylG §34a Abs1 S1,AsylG §26a Abs2,GG Art16a Abs2 S1,Dublin-III-VO Art24 Abs1; EURL604/2013 Art24 Abs1,Dublin-III-VO Art18 Abs1 Buchstabe d; EURL604/2013 Art18 Abs1 Buchst d,DublinIII-VO Art26 Abs1,EURL604/2013 Art26 Abs1
Leitsätze:

Im Rahmen der Anwendung des § 34a AsylG auf sog. "Dublin-Fälle" sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 29 Abs. 1 Nr. 3 AsylG (Urteil vom 1. Juni 2017 - 1 C 9.17 -, www.bverwg.de = juris, je Rn. 17) weiterhin sichere Drittstaaten im Sinn ders § 26a Abs. 2 AsylG.

§ 26a Abs. 2 AsylG, auf den § 34a AsylG verweist, ist infolge der Kollision mit Unionsrecht nicht unwirksam. Der Anwendungsvorrang der Art. 33, 35 und 39 Asylverfahrensrichtlinie besteht nicht im Verhältnis zu § 34a Abs. 1 AsylG, soweit sich diese Vorschrift jedenfalls auf sog. "Dublin-Fälle" erstreckt.

 
Tenor:

Der Antrag, die aufschiebende Wirkung der gegen den Bescheid des Bundesamtes vom 1. August 2017 gerichteten Klage 8 K 5358/17.A anzuordnen, wird abgelehnt.

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