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Verwaltungsgericht Minden, 1 L 1841/25

Datum:
18.06.2026
Gericht:
Verwaltungsgericht Minden
Spruchkörper:
1. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 L 1841/25
ECLI:
ECLI:DE:VGMI:2026:0618.1L1841.25.00
 
Schlagworte:
Anhörung Anordnungsgrund Auskunft, presserechtliche Eilverfahren, presserechtliches E-Mail Informationsverlangen Klageschrift Paraphe Rechtsverkehrswille Schriftformerfordernis Unterschrift, eigenhändige Unterschrift, eingescannt Urheberschaft
Normen:
GG Art 5 Abs 1 S 2 PresseG NRW § 4 Abs 1 PresseG NRW § 4 Abs 2 Nr 3 VwGO § 81 Abs 1 S 1
Leitsätze:

1. Ein presserechtliches Informationsverlangen kann auch per E-Mail gestellt werden.

2. Eine per Post übersandte Klageschrift, die nicht handschriftlich unterzeichnet, sondern mit einer eingescannten Unterschrift in Form einer Paraphe versehen ist, erfüllt das Schriftformerfordernis des § 81 Abs. 1 Satz 1 VwGO.

3. Dritte, die durch Erteilung einer presserechtlichen Auskunft betroffen werden, sind nicht vor Erteilung der Auskunft anzuhören. Dies gilt auch im gerichtlichen Verfahren.

4. Zum Vorliegen eines Anordnungsgrunds in einem presserechtlichen Eilverfahren 

 
Tenor:

1. Die Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet, dem Antragsteller die dort geführte aktuelle Liste der Marktbeschicker des Wochenmarkts H. mit Name, Vorname, Firma und Anschrift der Marktbeschicker zur Verfügung zu stellen.

2. Die Kosten des Verfahrens trägt die Antragsgegnerin.

3. Der Streitwert wird auf 5.000,- € festgesetzt.

 
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