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Verwaltungsgericht Minden, 10 L 937/18.A

Datum:
29.08.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Minden
Spruchkörper:
10. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
10 L 937/18.A
ECLI:
ECLI:DE:VGMI:2018:0829.10L937.18A.00
 
Schlagworte:
Antwortfrist Remonstrationsgesuch Zuständigkeit
Normen:
VO 1560/2003 Art 5 Abs 2 S 3; VO 1560/2003 Art 5 Abs 2 S 4; VO 604/2013 Art 22 Abs 6; VO 604/2013 Art 25 Abs 1
Leitsätze:

1. Die zweiwöchige Frist des Art. 5 Abs. 2 Satz 3 VO 1560/2013 für die Beantwortung eines Remonstrationsgesuchs ist nicht zwingend.

2. Der ersuchte Mitgliedstaat ist verpflichtet, ein Remonstrationsgesuch innerhalb angemessener Frist zu beantworten. Welche Frist angemessen ist, bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls. Liegen keine besonderen Umstände vor, ist eine Frist von einem Monat angemessen.

3. Art. 5 Abs. 2 Satz 4 VO 1560/2003 ist nicht dahingehend zu verstehen, dass die Antwortfrist gemäß Art. 22 Abs. 1 und Abs. 6 bzw. Art. 25 Abs. 1 VO 604/2013 die Frist für die Beantwortung des Remonstrationsgesuchs begrenzt.

 
Tenor:

Die aufschiebende Wirkung der Klage im Verfahren 10 K 2966/18.A gegen die im Bescheid des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom 10. Juli 2018 enthaltene Abschiebungsanordnung wird angeordnet.

Die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden, trägt die Antragsgegnerin.

 
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