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Auf Antrag 291/0810 vom 03.03.2009 i.d.F. vom 07.05.2009 werden die nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Minden vom 20.02.2009
von der Beklagten an
zu erstattenden und bereits mitgeteilten Kosten auf
289,15 EUR
(in Worten: Zweihundertneunundachtzig 15/100 EUR)
nebst Zinsen in Höhe von 5 vom Hundert über dem Basiszinssatz ab 05.03.2009 festgesetzt.
Gründe:
2Die Festsetzung erfolgt gemäß §§ 164, 166 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), 126 ZPO und § 164 VwGO i.V.m. § 9 BerHG.
3Berechnung des Festsetzungsbetrags - vgl. Aktenvermerk vom 14.04.2009:
4A. Wahlanwaltsvergütung ohne Beratungshilfe:
51,3 GG n. Nr. 2300 VV RVG: 391,30 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 78,15 EUR 489,45 EUR
60,65 VG n. Nr. 3100 VV RVG i.V.m. Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG: 195,65 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 40,97 EUR 256,62 EUR
7489,45 EUR + 256,62 EUR= 746,07 EUR
8B. Gezahlte Beratungshilfe und zu zahlende PKH-Vergütung
9Vorverf.
10Kl.: Beratungshilfe: 99,96 EUR
11PKH 1. Instanz: 0,65 VG n. Nr. 3100 VV RVG i.V.m. Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG: 142,35 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 30,85 EUR 193,20 EUR
1299,96 EUR + 193,20 EUR= 293,16 EUR
13C. Ausgleichung ohne Beratungshilfe:
14Vorverfahren: Anwaltskosten des Kl.: 489,45 EUR Bekl.: 20,00 EUR 509,45 EUR
15Bekl. trägt 1/2: 245,73 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 225,73 EUR
16Die Wahlanwaltsvergütung im Vorverfahren: 489,45 EUR Ist durch Zahlung der Beratungshilfe in Höhe von: 99,98 EUR gedeckt. Die insoweit offene Restvergütung beträgt 389,47 EUR.
17Der von der Beklagten für das Vorverfahren zu erstattende Betrag von 225,73 EUR ist daher zugunstend des Anwaltes festzusetzen - vgl. § 59 Abs. 1, 3 RVG.
181. Instanz: Anwaltskosten des Kl.: 256,62 EUR Bekl.: 20,00 EUR 276,62 EUR
19Bekl. trägt 1/2: 138,31 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 118,31 EUR
20Die Wahlanwaltsvergütung 1. Instanz: 256,62 EUR ist durch Zahlung der PKH-Vergütung in Höhe von 193,20 EUR gedeckt. Festzusetzen sind zugunsten des Anwaltes für die 1. Instanz restliche 63,42 EUR.
21Der von der Beklagten zu erstattende Mehrbetrag (118,31 EUR - 63,42 EUR=) 54,89 EUR geht nach § 59 Abs. 1 RVG auf die Landeskasse über.
22Festzusetzender Gesamtbetrag (225,73 EUR + 63,42 EUR=) 289,15 EUR.
23Abschrift des Aktenvermerks vom 14.04.2009
24V e r m e r k :
25I.
26Sachverhalt:
27Im Widerspruchsverfahren wurde der Kläger anwaltlich im Rahmen der Beratungs-hilfe vertreten. In dem sich anschließenden gerichtliche Verfahren wurde ihm sein Anwalt im Wege der PKH beigeordnet.
28Nach dem gerichtlichen Beschluss vom 20.02.2009 tragen der Kläger und die Beklagte die Kosten des Verfahrens je zur Hälfte.
29Streitwert: 5.000 EUR.
30Der Anwalt hat bisher 99,96 EUR Beratungshilfevergütung erhalten.
31II.
32Feststellung:
33Es gibt keine Vorschrift, die den Anwalt verpflichtet, von seinen Rechten aus § 9 BerHG Gebrauch zu machen.
34Folglich kann er sowohl seine PKH-Vergütung als auch seine Wahlanwaltsver-gütung 1. Instanz allein unter Berücksichtigung der anzurechnenden Beratungs-hilfeanteile geltend machen bzw. zur Ausgleichung anmelden.
35Daraus folgt:
36III.
37A. An den Anwalt zu zahlende Beratungshilfe + PKH-Vergütung, sofern der Anwalt von seinen Rechten nach § 9 BerHG keinen Gebrauch macht:
38Vorverf.
39Kl.: Beratungshilfe: 99,96 EUR
40PKH 1. Instanz: 1,3 VG n. Nr. 3100 VV RVG ./. 35 EUR n. Nr. 2603 Abs. 2 VV RVG: 249,70 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 51,24 EUR 320,94 EUR
4199,96 EUR + 320,94 EUR= 420,90 EUR B. Berechnung der Wahlanwaltsvergütung 1. Instanz sofern der Anwalt von seinen Rechten nach § 9 BerHG keinen Gebrauch macht:
421,3 VG n. Nr. 3100 VV RVG ./. 35 EUR n. Nr. 2603 Abs. 2 VV RVG: 356,30 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 71,50 EUR 447,80 EUR
43C. Ausgleichung der Wahlanwaltsvergütung 1. Instanz, sofern der Anwalt von seinen Rechten nach § 9 BerHG keinen Gebrauch macht unter Berücksichtigung der gezahlten Beratungshilfe: Vorverfahren: Beratungshilfe für den Kl.: 99,96 EUR Bekl.: 20,00 EUR 119,96 EUR
44Bekl. trägt 1/2: 59,98 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 39,98 EUR
45Die von der Beklagten für das Vorverfahren zu erstattenden 39,98 EUR gehen nach § 59 Abs. 1, 3 RVG auf die Landeskasse über.
461. Instanz: Wahlanwaltskosten Kl.: 447,80 EUR Bekl.: 20,00 EUR 467,80 EUR
47Bekl. trägt 1/2: 233,90 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 213,90 EUR
48Die Wahlanwaltsvergütung 1. Instanz: 447,80 EUR ist durch Zahlung der PKH-Vergütung in Höhe von 320,94 EUR gedeckt. Festzusetzen sind zugunsten des Anwaltes restliche 126,86 EUR.
49Der von der Beklagten zu erstattende Mehrbetrag (213,90 EUR - 126,86 EUR=) 87,04 EUR geht nach § 59 Abs. 1 RVG auf die Landeskasse über.
50IV.
511. Zwischenergebnis:
52Der Anwalt kann danach für seine Bemühungen in dieser Angelegenheit die folgende Gesamtvergütung realisieren:
53a) Beratungshilfe: 99,98 EUR b) PKH-Vergütung: 320,94 EUR c) Kostenfestsetzung: 126,86 EUR 547,78 EUR.
54V.
55Im Folgenden soll geklärt werden , ob und ggf. welche Auswirkungen es hätte, wenn der Anwalt von seinen Rechten aus § 9 BerHG Gebrauch machen würde.
56VI.
57A. Wahlanwaltsvergütung ohne Beratungshilfe:
581,3 GG n. Nr. 2300 VV RVG: 391,30 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 78,15 EUR 489,45 EUR
590,65 VG n. Nr. 3100 VV RVG i.V.m. Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG: 195,65 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 40,97 EUR 256,62 EUR
60489,45 EUR + 256,62 EUR= 746,07 EUR
61B. Gezahlte Beratungshilfe und zu zahlende PKH-Vergütung
62Vorverf.
63Kl.: Beratungshilfe: 99,96 EUR
64PKH 1. Instanz: 0,65 VG n. Nr. 3100 VV RVG i.V.m. Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG: 142,35 EUR Pauschale Nr. 7002 VV RVG: 20,00 EUR 19 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV RVG: 30,85 EUR 193,20 EUR
6599,96 EUR + 193,20 EUR= 293,16 EUR
66C. Ausgleichung ohne Beratungshilfe:
67Vorverfahren: Anwaltskosten des Kl.: 489,45 EUR Bekl.: 20,00 EUR 509,45 EUR
68Bekl. trägt 1/2: 245,73 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 225,73 EUR
69Die Wahlanwaltsvergütung im Vorverfahren: 489,45 EUR Ist durch Zahlung der Beratungshilfe in Höhe von: 99,98 EUR gedeckt. Die insoweit offene Restvergütung beträgt 389,47 EUR.
70Der von der Beklagten zu erstattende Betrag von 225,73 EUR ist daher zugunstend des Anwaltes festzusetzen - vgl. § 59 Abs. 1 , 3 RVG.
711. Instanz: Anwaltskosten des Kl.: 256,62 EUR Bekl.: 20,00 EUR 276,62 EUR
72Bekl. trägt 1/2: 138,31 EUR ./. eigener: 20,00 EUR 118,31 EUR
73Die Wahlanwaltsvergütung 1. Instanz: 256,62 EUR ist durch Zahlung der PKH-Vergütung in Höhe von 193,20 EUR gedeckt. Festzusetzen sind zugunsten des Anwaltes restliche 63,42 EUR.
74Der von der Beklagten zu erstattende Mehrbetrag (118,31 EUR - 63,42 EUR=) 54,89 EUR geht nach § 59 Abs. 1 RVG auf die Landeskasse über.
75VII.
762. Zwischenergebnis:
77Der Anwalt kann danach für seine Bemühungen in dieser Angelegen-heit die folgende Gesamtvergütung realisieren, wenn er von seinen Rechten nach § 9 BerHG Gebrauch macht:
78a) Beratungshilfe: 99,98 EUR b) Festsetzung nach § 9 BerHG: 225,73 EUR c) PKH-Vergütung: 193,20 EUR c) Kostenfestsetzung nach § 126 ZPO: 63,42 EUR 582,33 EUR
79VIII.
80Auswirkungen auf die aus der Landeskasse zu zahlenden Kosten:
81A. ohne § 9 BerHG:
82a) Beratungshilfe: 99,98 EUR ./. Erstattung Beklagte: 39,98 EUR 60,00 EUR
83b) PKH-Vergütung: 320,94 EUR ./. Erstattung Beklagte: 87,04 EUR 233,90 EUR
8460,00 EUR + 233,90 EUR= 293,90 EUR.
85B. mit § 9 BerHG:
86a) Beratungshilfe: 99,98 EUR
87b) PKH-Vergütung: 193,20 EUR ./. Erstattung Beklagte: 54,89 EUR 138,31 EUR
8899,98 EUR + 138,31 EUR= 238,29 EUR.
89Minden, 14. April 2009
90Regierungsamtmann
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