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Verwaltungsgericht Köln, 5 L 4378/17.A

Datum:
07.12.2017
Gericht:
Verwaltungsgericht Köln
Spruchkörper:
5. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
5 L 4378/17.A
ECLI:
ECLI:DE:VGK:2017:1207.5L4378.17A.00
 
Schlagworte:
Zweitantrag; Nichtdurchführung eines weiteren Asylverfahrens, Folgeantrag; erfolglos abgeschlossenes Asylverfahren in einem anderen EU-Mitgliedstaat
Normen:
AsylG § 29 Abs. 1 Nr. 5, § 71 a Abs. 1; RL 2013/32/EU t. 40
Leitsätze:

Es bestehen keine unionsrechtlichen Bedenken gegen die Regelung des § 71 a AsylG, dadurch dass ein Zweitantrag auch dann vorliegt, wenn das Asylerstverfahren in einem anderen EU-Mitgliedstaat durchgeführt worden ist.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist nach der AsylzuständigkeitsVO vom 2. April 2008, die weiterhin gilt, zugriffsberechtigte Behörde auf das Zentralsystem von Eurodac nach Artikel 27 Abs. 2 VO Nr. 603/2013. (entgegen VG Wiesbaden, Beschluss vom 21. September 2017 - 6 L 3805.17.EI.A -)

Rechtskraft:
rechtskräftig
 
Tenor:

Die aufschiebende Wirkung der Klage - 5 K 14481/17.A - vom 6. November 2017 gegen Ziffer 3 des Bescheides des Antragsgegners vom 24. Oktober 2017 wird hinsichtlich des Ziellandes Afghanistan angeordnet.

Im Übrigen wird der Antrag abgelehnt.

Die Beteiligten tragen die Kosten des gerichtskostenfreien Verfahrens je zur Hälfte.

 
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