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Verwaltungsgericht Köln, 5 K 2255/17

Datum:
14.11.2017
Gericht:
Verwaltungsgericht Köln
Spruchkörper:
5. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
5 K 2255/17
ECLI:
ECLI:DE:VGK:2017:1114.5K2255.17.00
 
Schlagworte:
Unterlassene Anhörung, Recht auf ein faires Verfahren Nachholung einer Anhörung Wohnsitzregelung Wohnsitzauflage Subsidiär Schutzberechtigte Freizügigkeit Ermessenslenkende Verordnung Förderung der nachhaltigen Integration
Normen:
AufenthG § 12 a Abs. 3; AufenthG § 12 a Abs. 9; AWoV NW § 5 Abs. 4; Richtlinie 2011/95/EU Art. 33; Genfer Flüchtlingskonvention Art. 26; GG Art. 3; VwVfG NW § 45 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2
Leitsätze:

Der Erlass einer Wohnsitzauflage nach § 12 a Abs. 3 AufenthG i.V.m. § 12 a Abs. 9 und § 5 Abs. 4 AWoV NW ohne vorherige Anhörung des Betroffenen verstößt gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens. Dieser Verstoß kann durch die Durchführung eines Klageverfahrens geheilt werden.

§ 12 a AufenthG steht mit Art. 33 der Richtlinie 2011/95/EU, mit Art. 26 der Genfer Flüchtlingskonvention und mit Art. 3 GG in Einklang.

Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer Wohnsitzverpflichtung nach § 12 a Abs. 3 AufenthG ist derjenige der letzten Behördenentscheidung.

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kosten des Verfahrens trägt der Kläger.

 
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