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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 8 L 1043/26

Datum:
31.07.2026
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
8. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
8 L 1043/26
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2026:0731.8L1043.26.00
 
Schlagworte:
Ausweisung, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte
Normen:
AufenthG § 53 Abs. 1; StGB § 114
Leitsätze:

Die Verurteilung eines Ausländers wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte (§ 114 StGB) kann ein generalpräventives Ausweisungsinteresse i. S. d. § 53 Abs. 1 AufenthG begründen. Dies gilt insbesondere, wenn der Ausländer einem Repräsentanten des deutschen Rechtsstaates schwerste gesundheitliche Schaden zugefügt hat, welcher den Geschädigten voraussichtlich sein Leben lang beeinträchtigen wird. In diesem Fall besteht an einer Abschreckungswirkung für künftige Fälle ein besonders hohes öffentliches Interesse.  

 
Tenor:
  1. Der Antrag wird abgelehnt.

  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsteller.

  3. Der Streitwert wird auf 2.500 € festgesetzt.

 
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