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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 7 L 2467/25

Datum:
29.01.2026
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
7. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 L 2467/25
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2026:0129.7L2467.25.00
 
Schlagworte:
Alhoholfahrt mit Pedelac (hier: 2,02 Promille); Alkoholmissbrauch; 1,6 Promille und mehr; negatives medizinisch-psychologisches Gutachten; Verwertbarkeit; neue Tatsache; Kraftfahreignung; Bindungswirkung an strafrechtliche Feststellungen der Kraftfahreignung nur bei ausdrücklichen Festellungen dazu in der strafgerichtlichen Entscheidung
Normen:
GG Art 2 Abs 2 Satz 1; VwGO § 80 Abs. 3, Abs 5 Satz 1; StVG § 3 Abs 1 Satz 1, Abs 2 Satz 3, Abs 4 Satz 1; FeV §§ 11 bis 14, 13 Satz 1 Nr 2 Buchst c), § 46 Abs 1 Satz 1, Abs 3, § 47 Satz 1 Satz 1; Anlage 4 zur FeV Nr. 8.1, 8.2, 8.3;; Anlage 4a zur FeV Nr 2 Buchst a); StGB § 69 Abs 2 Nr. 1 , § 316 Abs 1; StPO § 267 Abs 6 Satz 2; VwVG NRW § 55 Abs 1, 57 Abs 1 Nr 2, Abs 2, 60, 63; Begutachtungsleitlinien Ziffer 3.13.2
Leitsätze:

Eine Alkoholfahrt auf einem Pedelec mit einem Promillewert von 1,6 und mehr (hier: 2,02 Promille) liefert berechtigte Zweifel an der Karftfahreignung des Betroffenen für fahrerlaubinspflichtige Fahrzeuge, was eine Abklärung durch ein (medizinisch-psychologisches) Fahreignungsgutachten erfordert.Bei einem vorgelegten (negativen medizinisch-psychologischem) Fahreignungsgutachten kommt es nicht auf die Rechtmäßigkeit der Gutachtensanordnung an, weil das Gutachten eine neue relvante Tatsachengrundlage für die Beurteilung der Kraftfahreignung bildet.Einer strafrechtlichen Fahreignungsbeurteilung kommt nur Bedeutung für das öffentlich-rechtliche Fahrerlaubnisrecht zu, wenn sich aus der strafgerichtlichen Entscheidung die Beurteilung dieses Umstandes durch den Strafrichter eindeutig entnehmen lässt.

 
Tenor:
  1. Der Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen die Ordnungsverfügung des Antragsgegners vom 27. November 2025 wird abgelehnt.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens.

  1. Der Streitwert wird auf 2.500 Euro festgesetzt.

 
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