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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 15 L 2343/25

Datum:
16.12.2025
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
19a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
15 L 2343/25
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2025:1216.15L2343.25.00
 
Schlagworte:
Spiegelbildlichkeitsgrundsatz, Gemeindeausschuss
Normen:
GG Art. 28 Abs. 1 Satz 1, GO NRW § 50 Abs. 3; VwGO § 123 Abs. 1
Leitsätze:

1. Wesentliche Veränderungen im Sinne von § 50 Abs. 3 Satz 8 GO NRW sind bei einemVerstoß gegen den Spiegelbildlichkeitsgrundsatz anzunehmen.Diese Prüfung ist stets einzelfallabhängig. Knüpft der Normwortlaut zwar zunächst an dieeinzelnen Fraktionen und Gruppen im Rat an, liegt ein Verstoß gegen denSpielbildlichkeitsgrundsatz indes als weitere Grenze des Organisationsermessens desRates auch vor, wenn die gestaltende politische (Koalitions-)Mehrheit im Unterausschussnicht (mehr) mit der im Hauptausschuss übereinstimmt.2. Anordnungen nach § 938 ZPO sind einer stattgebenden Entscheidung vorbehalten.

 
Tenor:
  1. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

        Die Antragstellerin trägt die Kosten des Verfahrens.

  1. Der Streitwert wird auf 15.000 Euro festgesetzt.

 
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