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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 18 K 4251/20

Datum:
30.06.2022
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
18. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
18 K 4251/20
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2022:0630.18K4251.20.00
 
Schlagworte:
Widerruf Approbation Psychologischer Psychotherapeut, Straftaten im Behandler-Patientinnen-Verhältnis, sexueller Missbrauch, Unteilbarkeit der Approbation, Berufsfreiheit, Unwürdigkeit und Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs
Normen:
PsychThG § 5 Abs. 2 Satz 1 iVm § 2 Abs. 1 Nr. 2; PsychTHG § 1 Abs. 2 und Abs. 3; StGB § 174c, StGB § 233, GG Art 12 Abs. 1
Leitsätze:

Ein psychologischer Psychotherapeut, der zwei Patientinnen während der Therapiestunden sexuell missbraucht und schlägt und deshalb rechskräftig vom Strafgericht veruteilt worden ist (§ 174c und § 223 StGB), erweist sich im Regelfall als unwürdig und unzuverlässig zur Ausübung seines Berufs.

Eine solche Verurteilung führt nach PsychThG § 5 Abs 2 Satz 1 iVm § 2 Abs 1 Nr 2 zwingend zum Widerruf der Approbation.

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar.Der Kläger darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund dieses Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Beklagte zuvor Sicherheit in gleicher Höhe leistet.

 
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