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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 9a L 139/19.A

Datum:
08.02.2019
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
9a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9a L 139/19.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2019:0208.9A.L139.19A.00
 
Schlagworte:
Zweitantrag, Entscheidungsgründe, Info-Request, Sachverhaltsermittlung, summarische Prüfung
Normen:
Dublin-III-VO Art 18 Abs 1 Buchst d); AsylG § 34, § 36, § 71a Abs 1, § 71a Abs 4; VwVfG § 51 Abs 1; VwGO § 80 Abs 5
Leitsätze:

In Fällen, in denen das Bundesamt - wie vorliegend - bereits ein Dublin-Verfahren durchgeführt hat und der andere Mitgliedsstaat das Übernahmeersuchen der Bun-desrepublik bereits auf Grund des Art. 18 Abs. 1 lit. d) der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (Dublin-III-VO) positiv beantwortet hatte, liegt ein gewichtiges Indiz vor, dass das Asylerstverfahren dort erfolglos abgeschlossen wurde. Ist dies auf Grund weiterer Umstände anzunehmen, kommt es auf die detaillierte Kenntnis des in dem anderen Mitgliedsstaat abgeschlossenen Asylverfahrens erst an, wenn die Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG erfüllt sind.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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