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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 9 L 1266/19

Datum:
18.09.2019
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
9. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9 L 1266/19
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2019:0918.9L1266.19.00
 
Schlagworte:
ärztliches Gutachten, medizinisch-psychologische Untersuchung; Hinweispflicht
Normen:
FeV § 11 Abs 8 Satz 1; FeV § 11 Abs 6 Satz 2 Halbs 2; FeV § 14 Abs 1 Satz 1 Nr. 2; FeV § 14 Abs 1 Satz 3
Leitsätze:

Liegen bei erstmaligem Verstoß eines gelegentlichen Cannabiskonsumenten gegen das Trennungsgebot die tatbestandlichen Voraussetzungen der Anordnung eines ärztlichen Gutachtens (§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV) sowie der Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (§ 14 Abs. 1 Satz 3 FeV) vor, hat die Behörde - in Abhängigkeit der zu klärenden Eignungszweifel - die im Einzelfall verhältnismäßige Maßnahme auszuwählen.

Unterbleibt in einer Anordnung zur Beibringung eines ärztlichen Gutachtens, im Rahmen derer die Fahrerlaubnisbehörde keine Unterlagen übersendet, der Hinweis nach § 11 Abs. 6 Satz 2 2. Halbsatz FeV, auf das Recht des Betroffenen, die "zu übersendenden Unterlagen" einzusehen, führt dies im Einzelfall nicht zur formellen Rechtswidrigkeit der Anordnung, vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 11. Oktober 2017 - 1 S 47.17 -.

 
Tenor:
 
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