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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 9a L 2316/18.A

Datum:
21.12.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
9a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9a L 2316/18.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2018:1221.9A.L2316.18A.00
 
Schlagworte:
Asyl, Zweitantrag, subsidiärer Schutz
Normen:
VO 343/2003 (EU); VO 604/2013 (EU); EGRL 2004/83/EG Art 2 Buchst b), Art 15; Art 18; EGRL 2005/85/EG Art 2 Buchst b); EURL 2011/95/EU; EURL 2013/32/EU Art 2; Buchst b); AsylG § 4; § 29 Abs 1 Nr. 5, § 36, § 38 Abs 1, § 71a; VwVfG § 47,§ 51
Leitsätze:

Es ist regelmäßig davon auszugehen, dass jedenfalls ein vor dem Inkrafttreten der Dublin III-Verordnung (VO 604/2013 (EU)) und der Qualifikationsrichtlinie vom 13. Dezember 2011 (EURL 2011/95/EU) in einem anderen EU-Mitgliedsstaat gesteller Asylantrag nicht auch die Prüfung subsidiären Schutzes umfasste mit der Folge, dass ein später in der Bundesrepublik Deutschland gestellter Asylantrag nicht als Zweitantrag im Sinne des § 71a AsylG zu behandeln ist.

 
Tenor:

Die aufschiebende Wirkung der im Verfahren gegen die in Ziffer 4. des Bescheides des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom        00.00.0000 – Az. – enthaltene Abschiebungsandrohung erhobene Klage wird angeordnet.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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