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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 9a L 2160/18.A

Datum:
21.12.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
9a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9a L 2160/18.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2018:1221.9A.L2160.18A.00
 
Schlagworte:
Asyl; Folgeverfahren; Einstellung; Zustellung; Einschreiben
Normen:
AsylG § 10 Abs 2 Satz 4, § 29 Abs 1 Nr 5; § 33 Abs 1,; § 33 Abs 5, § 33 Abs 5 Satz 6 Nr 2, § 38 Abs 1, § 71 Abs 4, § 75 Abs 1; VwVfG § 41 Abs 5, § 51; VwGO § 80 Abs 5, § 88, § 123 Abs 1; VwZG § 4
Leitsätze:

1. Gegen die Ablehnung eines Asylfolgeantrags als unzulässig ist in der Hauptsache die Anfechtungsklage und demgemäß im Eilverfahren ein Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO statthaft. Ist die Feststellung von Abschiebungsverboten abgelehnt worden, kommt in der Hauptsache hilfsweise eine Verpflichtungsklage und im Eilverfahren hilfsweise ein Antrag nach § 123 VwGO in Betracht.

2. Die Behandlung eines Asylantrags als Folgeantrag auf Grundlage des § 33 Abs. 5 Satz 6 Nr. 2 AsylG setzt voraus, dass das nach § 33 Abs. 5 Satz 5 AsylG wieder aufgenommene Asylverfahren nach § 33 Abs. 5 Satz 1 AsylG wirksam eingestellt worden ist.

3. An einer wirksamen Einstellung des wiederaufgenommenen Verfahrens fehlt es, wenn der Bescheid über die Einstellung des Verfahrens nicht wirksam zugestellt worden ist (hier Zustellung fehlgeschlagen wegen nicht abgeholten Einschreibens).

 
Tenor:
 
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