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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 15a L 435/18.A

Datum:
07.03.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
15a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
15a L 435/18.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2018:0307.15A.L435.18A.00
 
Schlagworte:
Familienangehörige, Asylverfahren, Zuständigkeit, Zuständigkeitserklärung, Deutschland, Griechenland, Überstellungsfrist, Mitwirkung, Zusicherung,
Normen:
Dublin III-VO Art 10, Dublin III-VO Art 21 Abs 1,; Dublin III-VO Art 22 Abs 1, Dublin III-VO Art 29 Abs 1,; Dublin III-DVO Art 7 Abs 1, Dublin III-DVO Art 8 Abs 2
Leitsätze:

Nachdem Deutschland seine Zuständigkeit nach der Dublin III-VO für in Griechenland befindliche Familienangehörige bejaht hat, können die Familienangehörigen die Mitwirkung Deutschlands an der Überstellung aus Griechenland vor Ablauf der Überstellungsfrist beanspruchen.

Dem Anspruch steht eine Zusicherung Deutschlands, eine Überstellung auch noch nach Fristablaufs zuzulassen, nicht entgegen.

 
Tenor:

Die Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet, der griechischen Dublin-Einheit durch die Liaisonbeamtin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Griechenland oder auf anderem Wege mitzuteilen, dass die Antragsteller zu 4., 5. und 6. bis zum 14. März 2018 in die Bundesrepublik Deutschland zu überstellen sind.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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