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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 15 K 5577/15

Datum:
25.07.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
15. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
15 K 5577/15
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2018:0725.15K5577.15.00
 
Schlagworte:
Organstreitverfahren, Feststellungsklage, Feststellungsinteresse, tiefgreifender Grundrechtseingriff, Organrechte, objektives Klarstellungsinteresse, Sparkassenfusion, Informationsanspruch, Ratsmitglied,
Normen:
GO NRW § 43 Abs 1, GO NRW § 63 Abs 1; VwGO § 43 Abs 1; Art 19 Abs 4 GG
Leitsätze:

Ein Ratsbeschluss über die Ermächtigung des Bürgermeisters zur Unterzeichnung eines Vertrages über die Vereinigung von Sparkassen entfaltet seit dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung keine Wirkungen mehr.

Damit erledigt sich auch ein vorheriger Informationsanspruch eines Ratsmitgliedes.

Organrechte eines Ratsmitglieds sind keine Grundrechte bzw. Rechte im Sinne des Art 19 Abs 4 GG, die ein Feststellungsinteresse aus dem Gesichtspunkt des tiefgreifenden Grundrechtseingriffs ergeben können.

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der Kläger darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Beklagten vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leisten.

 
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