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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 9a L 2652/17.A

Datum:
19.09.2017
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
9a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
9a L 2652/17.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2017:0919.9A.L2652.17A.00
 
Normen:
GG Art 6 Abs 1, Abs 2, EMRK Art 8 Abs 1; Dublin III-VO Art 3 Abs 1 Satz 2, Art 1
Leitsätze:

Asylbewerber, deren Asylantrag auf Grund der Zuständigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union als unzulässig abgelehnt worden ist, können einer gegen sie ergangenen Abschiebungsanordnung das Recht auf Wahrung der Familieneinheit (Art. 6 GG, Art. 8 EMRK) auch dann nicht entgegenhalten, wenn gegen ihr in der Bundesrepublik Deutschland nachgeborenes Kind keine eigene Abschiebungsanordnung oder Abschiebungsandrohung ergangen ist, es sei denn, das nachgeborene Kind verfügt über einen eigenen Aufenthaltsstatus in der Bundesrepublik Deutschland (entgegen VG München, Beschluss vom 4. November 2015 - M 7 S 15.50731 - Rn. 16, juris).

 
Tenor:

Die Anträge werden abgelehnt.

Die Antragstellerinnen tragen die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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