Seite drucken Seite drucken   Entscheidung als PDF runterladen Entscheidung als PDF runterladen

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 3a L 1518/16.A

Datum:
29.06.2016
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
3a. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
3a L 1518/16.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2016:0629.3A.L1518.16A.00
 
Schlagworte:
Rechtsbefehlsbelehrung, Asyl, Verfahrensrichtlinie, Bleiberecht, Folgeverfahren
Normen:
EURL 2013/32 Art 33 Abs 2, Art 40, Art 40 Abs 2, Art 40 Abs 5, Art 46, Art 46; Abs 5, Art 46 Abs 6 Buchst. b), AsylG § 34 Abs 1, § 36 Abs 3, § 36 Abs 4, § 71; Abs 4, § 75; AufenthG § 60 Abs 7, § 84 Abs 1 Satz 2; VwVfG § 51;VwGO § 58 Abs 2
Leitsätze:

Gemäß § 36 Abs. 3 Satz 3 AsylVfG i.V.m. § 58 Abs. 2 VwGO beträgt die Rechtsbehelfsfrist insbesondere dann ein Jahr, wenn die Belehrung unterblieben ist, dass Anträge nach § 80 Abs. 5 der Verwaltungsgerichtsordnung gegen die Abschiebungsandrohung innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe zu stellen sind.

Stellt der Antragsteller als Folgeantragsteller die Ablehnung der Durchführung eines weiteren Asylverfahrens und des Wiederaufgreifens zu § 60 Abs. 5 und Abs. 7 AufenthG zur gerichtlichen Überprüfung, kommt ihm hieraus kein europarechtliches, die Bestimmungen des Asylgesetzes verdrängendes Bleiberecht während des Hauptsacheverfahrens zu, das die Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage in der Hauptsache wegen einer hieraus vermeintlich abzuleitenden Rechtswidrigkeit der Abschiebungsandrohung begründen würde. Dies folgt im Ergebnis aus Art. 46 Abs. 6 Buchst. b) i.V.m. Art. 33 Absatz 2 Buchst. d) und Art. 40 Abs. 2, Abs. 5 RL 2013/32/EU.

 
Tenor:
 
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57
 

Seite drucken Seite drucken Entscheidung als PDF runterladen Entscheidung als PDF runterladen

logo_justiz-nrw-online_rechtsprechungsdatenbank