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Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 14a K 794/11.A

Datum:
27.03.2012
Gericht:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Spruchkörper:
14a. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
14a K 794/11.A
ECLI:
ECLI:DE:VGGE:2012:0327.14A.K794.11A.00
 
Schlagworte:
Asyl, Familienasyl, Gefahr für die Allgemeinheit, schwere Straftat, Sippenhaft, Widerruf, Wiederholungsgefahr
Normen:
AsylVfG § 73 Abs. 1, AsylVfG § 73 Abs. 2 b, AsylVfG § 73 Abs. 7, AsylVfG § 26, AsylVfG § 3, AufenthG § 60 Abs. 8
Leitsätze:

1. § 73 Abs. 2 b AsylVfG ist für den Widerruf von Familienasylberechtigten die spezielle Regelung. Liegen deren Voraussetzungen nicht vor, kann der Widerruf nicht auf § 73 Abs. 1 AsylVfG gestützt werden.

2. Zur Prognose drohender Wiederholungsgefahr gemäß § 60 Abs. 8 Satz 1 AufenthG.

 
Tenor:

Der Bescheid des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vom 24. Januar 2011 wird aufgehoben.

Die Beklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

Die Kostenentscheidung ist vorläufig vollstreckbar. Die Beklagte kann die Vollstreckung gegen Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe des beizutreibenden Betrages abwenden, wenn nicht der Kläger zuvor in gleicher Höhe Sicherheit leistet.

 
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