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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 29 L 2150/26.A

Datum:
28.07.2026
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
29. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
29 L 2150/26.A
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2026:0728.29L2150.26A.00
 
Schlagworte:
GEAS-Anpassungsgesetz, Aufnahmekrise, Belgien, Einreise- und Aufenthaltsverbot
Normen:
AsylG § 87e, AsylG § 34a, AMMVO Art. 84; AMMVO Art. 16, Dublin-III-VO Art. 18 Abs. 1 Buchst. d; AufenthG § 11, Dublin-III-VO Art. 3 Abs. 2
Leitsätze:

1. § 87e AsylG enthält eine wirksame Übergangsvorschrift für die Anwendbarkeit des Asylgesetzes für Altfälle vor Inkrafttreten des GEAS-Anpassungsgesetzes.2. Die Übergangsregelung in Art. 84 Abs. 2 AMMVO erfasst nicht nur die Vorschriften in Kapitel III der Dublin-III-VO.3. Es kann dahinstehen, ob für alleinstehende Männer weiterhin systemische Mängel im belgischen Asylsystem bestehen, wenn der Antragsteller nicht auf Sozialleistungen angewiesen ist, sondern insbesondere eine Wohnung selbst finanzieren kann.4. Die Befristung eines Einreise- und Aufenhtaltsverbots auf das reguläre Höchstmaß von 60 Monaten mit bloß pauschaler Begründung ist ermessensfehlerhaft.

 
Tenor:

Die aufschiebende Wirkung der Klage 29 K 6736/26.A gegen das Einreise- und Aufenthaltsverbot in Ziffer 4. des Bescheides des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 13. Juli 2026 wird angeordnet.

Im Übrigen wird der Antrag abgelehnt.

Die Kosten des gerichtskostenfreien Verfahrens trägt der Antragsteller zu 3/4 und die Antragsgegnerin zu 1/4.

 
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