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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 29 K 5394/23

Datum:
05.05.2026
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
29. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
29 K 5394/23
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2026:0505.29K5394.23.00
 
Schlagworte:
BMF-Schreiben, Cum-Cum-Geschäft, Steuervollzug, Vertraulichkeit, Informationszugang, Ausschlussgrund, Subsidiarität
Normen:
AktG § 395; FVG § 21a Abs 1 S 4; FVG § 21a Abs 1 S 5; GG Art 31;; IFG NRW § 4 Abs 2 S 1; IFG NRW § 5 Abs 4; IFG NRW § 6 S 1 Buchst a;; IFG NRW § 6 S 1 Buchst b; IFG NRW § 7 Abs 2 Buchst a; IFG NRW § 8 S 1
Leitsätze:

1. Ein Verstoß gegen § 21a Abs. 1 Satz 4 und 5 FVG  indiziert eine Beeinträchtigung der Beziehungen zum Bund oder zu einem anderen Bundesland im Sinne des § 6 Satz 1 Buchst. a Alt. 3 IFG NRW.

2. Die in § 395 AktG geregelte Verschwiegenheitspflicht stellt eine besondere Rechtsvorschrift über den Zugang zu amtlichen Informationen nach § 4 Abs. 2 Satz 1 IFG NRW dar.

 
Tenor:

Soweit die Beteiligten den Rechtsstreit übereinstimmend in der Hauptsache für erledigt erklärt haben, wird das Verfahren eingestellt.

Der Beklagte wird unter entsprechender Aufhebung des Bescheides des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 28. Juni 2023 verpflichtet, dem Kläger auf seinen Antrag vom 11. Mai 2023 Einsicht in die folgenden Unterlagen gemäß Anlage B 1 zur Klageerwiderung vom 27. Oktober 2023 zu gewähren:

Soweit über den Antrag des Klägers vom 11. Mai 2023 nicht entschieden wurde, wird der Beklagte unter entsprechender Aufhebung des Bescheides des Ministeriums der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 28. Juni 2023 verpflichtet, den Antrag des Klägers vom 11. Mai 2023 unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu bescheiden.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens tragen der Kläger zu 2/3 und der Beklagte zu 1/3.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Dem jeweiligen Vollstreckungsschuldner wird nachgelassen, die Vollstreckung gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abzuwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

Die Berufung wird zugelassen.

 
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