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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 14 L 1081/23

Datum:
25.05.2023
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
14. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
14 L 1081/23
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2023:0525.14L1081.23.00
 
Schlagworte:
paranoide Schizophrenie, Betreuungsakte, informationelle Selbstbestimmung, Verwertungsverbot
Normen:
§ 3 Abs. 1 StVG, §§11, 46 FeV
Leitsätze:

Wenn Anhaltspunkte für das Bestehen einer psychiatrischen Erkrankung und einer Betreuung vorliegen, kann die Fahrerlaubnisbehörde die Betreuungsakte anfordern und die daraus gewonnenen Erkenntnisse im Fahrerlaubnisverfahren verwerten (hier: Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie). Das Grundrecht des Betroffenen auf informationelle Selbstbestimmung muss in diesem Fall hinter dem Schutz von Leben und Gesundheit dritter Verkehrsteilnehmer zurücktreten.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Die Antragstellerin trägt die Kosten des Verfahrens.

Der Streitwert wird auf 2.500,00 Euro festgesetzt.

 
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