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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 17 K 8130/16

Datum:
19.02.2019
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
17. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
17 K 8130/16
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2019:0219.17K8130.16.00
 
Schlagworte:
Konzentrationszonen Abgrabung Regionalplanung Abgrabungsmonitoring
Normen:
ROG § 13 Abs 2 Satz 1; ROG § 13 Abs 5 Nr 2 lit b); ROG § 2 Abs 2 Nr 4 Satz 4; BbergG § 52 Abs 2a
Leitsätze:

1. Das Abgrabungsverbot gemäß Kapitel 5.4.1 Z1 bis Z3 des mit Bekanntmachung vom 29. Juni 2018 wirksam gewordenen Regionalplans Düsseldorf stellt ein wirksames Ziel der Raumordnung dar und schließt daher Abgrabungen außerhalb der im Regionalplan zeichnerisch dargestellten Bereiche für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze (BSAB), vorbehaltlich der Ausnahmereglung in Kapitel 5.4.1 Z4 des Regionalplans, aus.

2. Die im Landesentwicklungsplan vom 8. Februar 2017 vorgesehene Ermittlung des Bedarfs der Bevölkerung und der Wirtschaft an heimischen Rohstoffen auf Basis der verfügbaren Restrohstoffvolumen und des durchschnittlichen jährlichen Fördervolumens ist sachgerecht und rechtlich nicht zu beanstanden. Mit dem vom Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen erstellten Abgrabungsmonitoring steht eine hinreichend aussagekräftige Tatsachengrundlage zur Bemessung des Bedarfs und somit auch des durch die BSAB-Ausweisungen gesicherten Versorgungszeitraums zur Verfügung.

3. Der Konzentrationszonenplanung in Kapitel 5.4.1 des Regionalplans Düsseldorf liegt ein schlüssiges gesamträumliches Konzept zu Grunde. Die weitgehend unveränderte Übernahme des bereits im Gebietsentwicklungsplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99) enthaltenen Konzepts zur Konzentrationszonenplanung für Abgrabungen begegnet keinen rechtlichen Bedenken.

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.

Das Urteil ist hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar. Die Klägerin darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110% des auf Grund des Gerichtsbescheides vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht der Beklagte vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

 
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