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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 6 L 1345/18

Datum:
01.06.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
6. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
6 L 1345/18
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2018:0601.6L1345.18.00
 
Nachinstanz:
Oberverwaltungsgericht NRW
Schlagworte:
Tilgungshemmung Alttaten Neutaten Altfälle Überliegefrist Gutachtenanordnung
Normen:
§ 65 Abs. 3 Nr. 2 StVG; § 29 StVG
Leitsätze:

Abweichend von der bußgeldrechtlichen Rechtsprechung (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 9. Mai 2016 - 2 (7) SsRs 199/16, DAR 2016, 401, OLG Stuttgart, Beschluss vom 19. Januar 2017 - 2 Ss 762/16, NZV 2017, 341; OLG Hamm, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 RBs 167/16, III-1 RBs 167/16; OLG Bamberg, Beschluss vom 29. April 2016 - 2 Ss OWi 5/16, NStZ-RR 2017, 27) wirken Neutaten nach der Übergangsvorschrift des § 65 Abs. 3 Nr. 2 S. 2 StVG nur dann nicht tilgungshemmend für Alttaten, wenn es es sich um Taten handelt, die in der sog. "Überliegefrist" begangen werden. Das folgt aus dem klaren Wortlaut der Übergangsvorschrift, der bei der rein formal zu bestimmenden Tilgungsfrist auslegungsentscheidend ist.

 
Tenor:

Der Antrag wird auf Kosten des Antragstellers abgelehnt.

Der Streitwert wird auf 2.500,- Euro festgesetzt.

 
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