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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 22 L 3414/16.A

Datum:
16.12.2016
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
22. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
22 L 3414/16.A
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2016:1216.22L3414.16A.00
 
Schlagworte:
Asylantrag Unzulässigkeit Abschiebungsverbot Tuberkulose Bulgarien subsidiärer Schutz internationaler Schutz Abschiebungsandrohung Gesundheitssystem Obdachlosigkeit ernstliche Zweifel
Normen:
§ 80 Abs. 5 VwGO § 1 Abs. 1 Nr. 2 AsylG; § 31 Abs. 3 S. 1 AsylG § 29 Abs. 1 Nr. 2 AsylG; § 34 Abs. 1 S. 1 AsylG
Leitsätze:

Die Rechtmäßigkeit einer Abschiebungsandrohung nach Bulgarien gemäß §§ 34 Abs. 1, 35 AsylG begegnet bei einem an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose erkrankten, subsidiär Schutzberechtigten ernstlichen Zweifeln, weil ihm in Bulgarien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung i.S.v. § 60 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art. 3 EMRK droht

 
Tenor:

Dem Antragsteller wird für das Verfahren erster Instanz Prozesskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwalt U.        J. T.     aus L.       beigeordnet.

Die aufschiebende Wirkung der Klage 22 K 11569/16.A gegen die Abschiebungsandrohung in Ziffer 3 des Bescheides des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 15. September 2016 wird insoweit angeordnet, als darin Bulgarien als Zielstaat benannt ist.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden. 

 
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