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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 22 L 2936/16.A

Datum:
14.11.2016
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
22. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
22 L 2936/16.A
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2016:1114.22L2936.16A.00
 
Schlagworte:
Aufstocker Flüchtlingsschutz Abschiebungsandrohung Ausreisefrist
Normen:
AsylG § 29 Abs 1 Nr 2; AsylG § 36 Abs 1; AsylG § 34a Abs 1 S 4; AsylG § 38
Leitsätze:

1. Auf alle bis zum 20. Juli 2015 gestellten "Aufstockungs-Anträge" in Bezug auf die Flüchtlingseigenschaft bei bereits erfolgter Zuerkennung subsidiären Schutzes ist § 29 Abs. 1 Nr. 2 AsylG n.F. wegen des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts nicht anzuwenden.

2. Deshalb ist die an die in diesen Fällen ausgeschlossene Ablehnung als unzulässig gemäß § 29 Abs 1 Nr 2 AsylG n.F. anknüpfende Abschiebungsandrohung gemäß § 35 AsylG n.F. mit einer Ausreisefrist von einer Woche gemäß § 36 Abs 1 AsylG n.F. rechtswidrig. Diese lässt sich auch auf keine andere Rechtsgrundlage stützen.

 
Tenor:

Die aufschiebende Wirkung der Klage 22 K 9830/16.A wird in Bezug auf Ziff. 4 des Bescheides des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bundesamt) vom 16. August 2016 angeordnet.

Die Antragsgegnerin trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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