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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 13 L 1259/15.A

Datum:
15.04.2015
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
13. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
13 L 1259/15.A
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2015:0415.13L1259.15A.00
 
Schlagworte:
Zustellungsfriktion Systemische Mängel Ungarn UNHCR EGMR
Normen:
AsylVfG § 10 Abs. 2, § 27a, § 34a
Leitsätze:

1. Kann die Sendung dem Ausländer an seiner letzten Anschrift nicht zugestellt werden, so gilt die Zustellung gemäß § 10 Absatz 4 Satz 2 AsylVfG mit der Aufgabe zur Post als bewirkt, selbst wenn die Sendung als unzustellbar zurückkommt. Wird der Bescheid dem Asylbewerber in der Folgezeit gegen Empfangsbekenntnis persönlich ausgehändigt, so wird dadurch keine erneute Antragsfrist in Lauf gesetzt.

2. Das Gericht vermag nach Auswertung der eingeholten aktuellen Auskünfte des UNHCR, des Auswärtigen Amtes und von Pro Asyl nicht festzustellen, dass der Arntragsteller Gefahr liefe, nach seiner Rücküberstellung nach Ungarn einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 EU-GR-Charta bzw. im Sinne von Artikel 3 EMRK zu unterfallen.

3. Steht nach alldem nicht zur Überzeugung des Gerichts fest, dass das ungarische Asylverfahren an systemischen Mängeln leidet, geht dieser Umstand - nach den Grundsätzen der materiellen Beweislast - zu Lasten des Antragstellers.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens, für das Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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