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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 6 K 4542/10.A

Datum:
08.12.2011
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
6. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
6 K 4542/10.A
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2011:1208.6K4542.10A.00
 
Schlagworte:
Äthiopien Asyl Asylgrundrecht Qualifikationsrichtlinie Flüchtling Flüchtlingsanerkennung Nachfluchtgrund Exilpolitische Betätigung Oromo Oromische Volkszugehörigkeit
Normen:
GG Art. 16a RL 2004/83/EG Art. 4 Abs. 4 AsylVfG § 28 Abs. 1 AufenthG § 60 Abs. 1
Leitsätze:

Oromische Volkszugehörige, die sich im Ausland exilpolitisch in der TBOJ/UOSG betätigt haben, sind in Äthiopien besonders gefährdet.

 
Tenor:

Die Beklagte wird unter Aufhebung von Ziffern 2. bis 4. des Beschei-des des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 5. Juli 2010 verpflichtet, dem Kläger die Flüchtlingseigenschaft nach § 60 Abs. 1 AufenthG zuzuerkennen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des gerichtskostenfreien Verfahrens tragen der Kläger zu ¼ und die Beklagte zu ¾.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Vollstreckungsschuldner kann die Vollstreckung durch Sicherheits-leistung oder Hinterlegung des beizutreibenden Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger vor der Voll-streckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet.

 
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