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Verwaltungsgericht Düsseldorf, 2 K 1839/08

Datum:
06.01.2009
Gericht:
Verwaltungsgericht Düsseldorf
Spruchkörper:
2. Kammer
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
2 K 1839/08
ECLI:
ECLI:DE:VGD:2009:0106.2K1839.08.00
 
Nachinstanz:
Oberverwaltungsgericht NRW, 6 A 338/09
Schlagworte:
Schadensersatz, Schmerzensgeld, Amtshaftung, Knebeln, Mullbinde, Verschulden, Grobe Fahrlässigkeit, Haftungsprivileg, Unfallversicherungsrecht, betriebliche Tätigkeit, untypisches Verhalten, Exzess
Normen:
LBG § 84; SGB VII § 105
Leitsätze:

Bindet ein Lehrer einer 13jährigen Schülerin den Mund mit einer Mullbinde zu, um sie zu disziplinieren, macht er sich ihr gegenüber schmerzensgeldpflichtig. Erstattet der Dienstherr dem Kind den Schaden im Wege der Amtshaftung, hat kann er bei dem Lehrer gemäß § 84 LBG Rückgriff nehmen. Das Haftungsprivileg des § 105 SGB VII steht dem nicht entgegen, wenn eine betriebliche Tätigkeit wegen untypischen und exzessiven Verhaltens nicht angenommen werden kann.

Rechtskraft:
nicht rechtskräftig
 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der Kläger kann die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe des beizutreibenden Betrages abwenden, wenn nicht der Beklagte vorher Sicherheit in gleicher Höhe leistet.

 
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