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Verwaltungsgericht Aachen, 3 L 1216/19

Datum:
12.12.2019
Gericht:
Verwaltungsgericht Aachen
Spruchkörper:
3. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
3 L 1216/19
ECLI:
ECLI:DE:VGAC:2019:1212.3L1216.19.00
 
Schlagworte:
Entzug der Fahrerlaubnis; MPU-Gutachten; Gutachten; negatives Gutachten; Alkohol; Abstinenznachweis; Barthaar; EtG; ETG; Ethylglucuronid; Stoffwechselprodukt; Haarwasser; Haaranalyse; Alkohol-Marker; 1,6 Promille; BAK; Alkoholgewöhnung;
Normen:
StVG § 3 Abs 1; StVG § 3 Abs 4 S 1; FeV § 46 Abs 1; Anlage 4 zur FeV Nr 8.1
Leitsätze:

1. Eine Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille und mehr deutet nach dem aktuellen Stand der Alkoholforschung auf deutlich normabweichende Trinkgewohnheiten und eine ungewöhnliche Giftfestigkeit hin.

2. Ein positiver Befund des Alkohol-Markers Ethylglucuronid im Haar gibt bei einer Alkoholproblematik Aufschluss über das Konsumverhalten.

3. Die Verwendung alkoholhaltiger Pflegeprodukte für das Barthaar ist nicht geeignet, den Nachweis eines Alkoholkonsums anhand des Alkohol-Markers Ethylglucuronid zu verfälschen.

Rechtskraft:
nicht rechtskräftig
 
Tenor:

1. Der Antrag wird abgelehnt.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens.

2. Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 2.500 Euro festgesetzt.

 
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