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Verwaltungsgericht Aachen, 6 L 311/18.A

Datum:
20.03.2018
Gericht:
Verwaltungsgericht Aachen
Spruchkörper:
6. Kammer
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
6 L 311/18.A
ECLI:
ECLI:DE:VGAC:2018:0320.6L311.18A.00
 
Schlagworte:
Österreich; Visum; Verlassen Mitgliedstaaten; systemische Mängel; Befristung; Einreise- und Aufenthaltsverbot
Normen:
AsylG § 29 Abs 1 Nr 1 Buchst a; AsylG § 34 a; AufenthG § 84 Abs 1 Nr 7; Dublin III-VO Art 12 Abs 4; Dublin III-VO Art 12 Abs 2; Dublin III-VO Art 18 Abs 1 Buchst a; Dublin III-VO Art 3 Abs 2
Leitsätze:

1. Die Republik Österreich ist gemäß Art. 18 Abs. 1 lit. a) Dublin III-VO verpflichtet, einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat (Deutschland) einen Antrag gestellt hat, nach Maßgabe der Art. 21, 22 und 29 aufzunehmen.

2. Im gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dass das Asyl- und Aufnahmesystem in Österreich systemische Mängel aufweist.

3. Allein die vom Bundesamt vorgenommene Anhörung des Antragstellers zu seinen Fluchtgründen ist nicht ausreichend, auf einen Selbsteintritt der Antragsgegnerin nach Art. 17 Abs. 1 Unterabs. 1 Dublin III-VO zu schließen.

 
Tenor:

1. Der Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe wird abgelehnt.

2. Der Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes wird abgelehnt.

    Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens, in dem Gerichtskosten nicht erhoben werden.

 
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