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Oberverwaltungsgericht NRW, 1 A 2931/19

Datum:
11.05.2022
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
1. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 A 2931/19
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2022:0511.1A2931.19.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Aachen, 1 K 4633/17
Schlagworte:
Wiederaufgreifen des Verfahrens Änderung der Sach- und Rechtslage Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung
Normen:
VwVfG §51 Abs.1 Nr.1; SGB X. §48 Abs.2 Halbsatz 1
Leitsätze:

Eine Änderung (auch) höchstrichterlicher Rechtsprechung stellt (grundsätzlich) keine Änderung der Rechtslage i. S. v. § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG dar.

§ 48 Abs. 2 Halbsatz 1 SGB X enthält keinen allgemeinen Rechtsgedanken. Die Regelung ist als Ausnahmevorschrift zu § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG weder einer Analogie zugänglich noch – außerhalb ihres Anwendungsbereichs – als Auslegungshilfe heranzuziehen.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird für das Zulassungsverfahren und – unter entsprechender Änderung der erstinstanzlichen Festsetzung von Amts wegen – für das erstinstanzliche Verfahren auf die Wertstufe bis 16.000,00 Euro festgesetzt.

 
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