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Oberverwaltungsgericht NRW, 1 A 1691/19

Datum:
04.12.2020
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
1. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 A 1691/19
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2020:1204.1A1691.19.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 3 K 3513/18
Schlagworte:
Beihilfe Aufwendungen Erstattungsfähigkeit Ausschluss nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel besondere Therapieeinrichtungen Gleichheitsgrundsatz Ungleichbehandlung Lebensalter Bestimmtheit
Normen:
GG Art. 3 Abs. 1; GG Art. 80 Abs. 1 Satz 2; LBG NRW § 75 Abs. 8 Nr. 2 lit. d); BVO NRW § 4 Abs. 1 Nr. 7 Satz 2 Ziff. 2; BVO NRW § 4 Abs. 1 Nr. 7 Satz 3
Leitsätze:

1. Beschränkungen und Ausschlüsse von Aufwendungen sind gemäß § 75 Abs. 8 Nr. 2 lit. d) LBG NRW – anders als in lit. c) – nicht ausschließlich auf Grundlage wis­senschaftlich nicht allgemein anerkannter oder unwirtschaftlicher Methoden möglich.

2. Die Ausgestaltung des § 75 Abs. 8 Nr. 2 lit. d) LBG NRW wird rechtsstaatlichen Bestimmtheitsanforderungen – insbesondere auch aus Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG – gerecht.

3. Die ungleiche Behandlung von minderjährigen und volljährigen Beihilfe­berechtigten durch § 4 Abs. 1 Nr. 7 Sätze 2 und 3 BVO NRW verstößt nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Zulassungsverfahren auf 880,90 Euro festgesetzt.

 
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