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Oberverwaltungsgericht NRW, 1 B 1281/18

Datum:
26.11.2018
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
1. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 B 1281/18
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2018:1126.1B1281.18.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Münster, 5 L 523/18
Schlagworte:
Aufrechnung Aufrechnungsausschluss Beihilfeanspruch Unpfändbarkeit höchstpersönlich zweckgebunden Anlassforderung Treu und Glauben Schadensersatz unerlaubte Handlung Rechtsmissbrauch Mischsystem Existenzsicherung
Normen:
VwGO § 123; BGB § 394 Satz 1; ZPO § 851 Abs. 1; LBG NRW 2016 § 75; BGB § 242; LBesG NRW § 14 Abs. 2; LBeamtVG NRW § 63 Abs. 2; BBesG § 11 Abs. 2; BeamtVG § 51 Abs. 2
Leitsätze:

Für Beihilfeansprüche gilt der Aufrechnungsausschluss entsprechend § 394 Satz 1 BGB ungeachtet der Frage ihrer Höchstpersönlichkeit jedenfalls deshalb, weil sie aufgrund ihrer Zweckbindung nach § 851 Abs. 1 ZPO unpfändbar sind.

Dieser Aufrechnungsausschluss wird bei dem bestehenden beihilferechtlichen Mischsystem auch dann nicht durch den Einwand des Rechtsmissbrauchs (§ 242 BGB) überwunden, wenn der Dienstherr gegenüber den Beihilfeansprüchen mit einem gegen den Beihilfeberechtigten gerichteten Anspruch auf Schadensersatz wegen vorsätzlicher unerlaubter Handlung aufrechnen will.

 
Tenor:

Die Beschwerde wird auf Kosten des Antragsgegners zurückgewiesen.

Der Streitwert wird für das Beschwerdeverfahren auf 2.500,00 Euro festgesetzt.

 
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