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Die Beschwerde der Antragstellerin gegen die Versagung vorläufigen Rechtsschutzes durch den Beschluss des Verwaltungsgerichts Münster vom 11.2.2016 wird zurückgewiesen.
Die Antragstellerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.
Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfahren auf 2.000,00 Euro festgesetzt.
G r ü n d e :
2Die Beschwerde der Antragstellerin ist unbegründet. Das Verwaltungsgericht hat den sinngemäßen Antrag,
3die aufschiebende Wirkung der Klage 9 K 163/16 (VG Münster) gegen die Ordnungsverfügung des Antragsgegners vom 4.1.2016 über die Festsetzung eines Zwangsgeldes und die Androhung eines weiteren Zwangsgeldes anzuordnen,
4zu Recht abgelehnt. Die der erstinstanzlichen Entscheidung zu Grunde liegende Annahme, die Antragstellerin übe entgegen der bestandskräftigen Gewerbeuntersagungsverfügung vom 19.8.2015, weiterhin das Gewerbe „Erstellen von Industrieböden, Estrich glätten“ aus, wird durch das Beschwerdevorbringen, auf dessen Prüfung der Senat gemäß § 146 Abs. 4 Satz 6 VwGO beschränkt ist, nicht erschüttert.
5Zutreffend hat das Verwaltungsgericht angenommen, dass die Antragstellerin weiterhin selbst das Gewerbe betreibe, auch wenn es nunmehr unter der leicht modifizierten Bezeichnung „Erstellen von Industriefußböden und Putzarbeiten“ von der neu gegründeten E. GmbH & Co. KG angemeldet worden ist. Denn bei Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit – wie etwa einer Kommanditgesellschaft – sei Gewerbetreibende im Sinne des Gewerberechts nicht die Personengesellschaft selbst, sondern deren geschäftsführender Gesellschafter – bei einer Kommanditgesellschaft der Komplementär –. Der Senat folgt insoweit der Begründung der angegriffenen Entscheidung des Verwaltungsgerichts (vgl. Beschlussabdruck, Seite 4, zweiter Absatz, bis Seite 5, Ende des dritten Absatzes). Er sieht gemäß § 122 Abs. 2 Satz 3 VwGO von einer Wiederholung dieser zutreffenden Erwägungen ab.
6Die hiergegen erhobenen Einwände greifen nicht durch. Gewerberechtlich unerheblich ist, dass nunmehr formal die Kommanditgesellschaft Trägerin des Unternehmens ist, deren persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) und Geschäftsführerin nunmehr die Antragstellerin ist. Es ist höchstrichterlich geklärt, dass bei Kommanditgesellschaften nicht die Personengesellschaft als solche als Gewerbetreibende anzusehen ist, sondern die persönlich haftenden Gesellschafter und die Kommanditisten, wenn sie unternehmerisch tätig werden.
7Vgl. BVerwG, Beschluss vom 16.12.1992 – 1 B 162.92 –, GewArch 1993, 156 = juris, Rn. 5, sowie Urteil vom 21.7.1964 – 1 C 102.61 –, GewArch 1965, 7, 8 f.
8Dementsprechend ist eine Verwaltungs-GmbH, deren Betriebsgegenstand – wie hier – die Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft und die Geschäftsführung bei dieser ist, selbst gewerblich tätig.
9Vgl. BVerwG, Urteil vom 19.12.1995 – 1 C 3.93 –, BVerwGE 100, 187 = juris, Rn. 1 und 24.
10Hier ist die Tätigkeit der Antragstellerin nunmehr gerade auf die unternehmerische Betätigung als Geschäftsführerin der Kommanditgesellschaft gerichtet, für die die Antragstellerin das konkret untersagte Gewerbe fortsetzt. Die Gewerbeuntersagungsverfügung war gerade darauf gerichtet, diese Tätigkeit ordnungsrechtlich zum Schutz des Rechtsverkehrs zu unterbinden.
11Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO.
12Die Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 47 Abs. 1 Satz 1, 53 Abs. 2 Nr. 2, 52 Abs. 1 GKG.
13Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§§ 152 Abs. 1 VwGO, 68 Abs. 1 Satz 5, 66 Abs. 3 Satz 3 GKG).