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Oberverwaltungsgericht NRW, 6 A 1040/12

Datum:
09.12.2015
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
6. Senat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
6 A 1040/12
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2015:1209.6A1040.12.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Düsseldorf, 13 K 7562/09
Schlagworte:
Schadensersatz Verschulden Kollegialgerichtsregel Erstattung Ersparte Aufwendungen
Leitsätze:

Teilweise erfolgreiche Berufung eines Leitenden Oberstaatsanwalts a. D., der Schadensersatz bzw. Erstattung der vom beklagen Land ersparten Aufwendungen für rechtswidrig nicht von der Beihilfe übernommene krankheitsbedingten Aufwendungen seiner Ehefrau begehrt.

Den mit der Änderung der Beihilfeverordnung (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b) BVO NRW in der Fassung der 19. Änderungsverordnung) befassten Beamten des Fi-nanzministeriums ist weder bei Erlass noch bei der Beibehaltung der geänderten Vorschriften eine vorwerfbare Pflichtverletzung anzulasten.

Zu den Voraussetzungen des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs.

 
Tenor:

Das Berufungsverfahren wird eingestellt, soweit der Kläger die Berufung zurückgenommen hat.

Das angefochtene Urteil wird geändert.

Auf den Hilfsantrag wird festgestellt, dass das beklagte Land verpflichtet ist, dem Kläger die ersparten Aufwendungen für die Krankheitskosten seiner Ehefrau im Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis zum 30. Juni 2009 zu erstatten, soweit auf diese nach entsprechenden Beihilfeanträgen des Klägers eine Beihilfe zu gewähren gewesen wäre.

Die weitergehende Berufung wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens in beiden Rechtszügen tragen der Kläger zu 2/3, das beklagte Land zu 1/3.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Vollstreckungsschuldner darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe von 110 v.H. des vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 v.H. des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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