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Oberverwaltungsgericht NRW, 1 A 177/14

Datum:
20.03.2014
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
1. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
1 A 177/14
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2014:0320.1A177.14.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Köln, 9 K 6380/04
Schlagworte:
Lebenspartnerschaft Familienzuschlag Prozesszinsen
Normen:
BGB § 291; BBesG § 40 Abs. 1;; Richtlinie 2000/78/EG; EGRL 78/2000
Leitsätze:

Beamte, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, haben nach Ablauf der Umsetzungsfrist der Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 am 2. Dezember 2003 grundsätzlich einen unionsrechtlich begründeten Anspruch auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1, weil sie sich nach der u.a. die Behörden und Fachgerichte bindenden Feststellung des Bundesverfassungsgerichts in seinem Beschluss vom 19. Juni 2012 2 BVR 1397/09 insoweit (schon) seit dem 1. August 2001 in einer mit Eheleuten normativ vergleichbaren Lage befinden. Haben diese Beamten diesen Anspruch eingeklagt, so stehen ihnen ab Rechtshängigkeit der jeweiligen Klage, frühestens aber ab dem 3. Dezember 2003 Prozesszinsen zu.

 
Tenor:

Der Antrag wird auf Kosten der Beklagten abgelehnt.

Der Streitwert wird für das Zulassungsverfahren auf 3.128,56 Euro festgesetzt.

 
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