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Oberverwaltungsgericht NRW, 18 B 944/10

Datum:
01.03.2011
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
18. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
18 B 944/10
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2011:0301.18B944.10.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Düsseldorf, 7 L 717/10
Schlagworte:
Aufenthaltserlaubnis Ehegattennachzug Sprachkenntnisse Inländerdiskriminierung Visumerfordernis
Normen:
AufenthG § 5 Abs. 2; AufenthG § 28 Abs. 1 Satz 5 i. V. m. § 30 Abs. 1 Nr. 2; AufenthV § 39 Nr. 3; AufenthV § 39 Nr. 5
Leitsätze:

1. § 39 Nr. 3 AufenthV entbindet nur von der Durchführung eines Visumverfahrens, wenn die letzte Voraussetzung für einen Anspruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels während des rechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet bzw. während der Geltung des Schengen-Visums eingetreten ist.

2. Es ist bei summarischer Prüfung mit höherrangigem Recht vereinbar, dass die Erlaubnis zum Ehegattennachzug zu einem im Bundesgebiet lebenden Deut-schen nach Maßgabe von § 28 Abs. 1 Satz 5 i. V. m. § 30 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG deutsche Sprachkenntnisse des ausländischen Ehegatten voraussetzt.

 
Tenor:

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Die Antragstellerin trägt die Kosten des Beschwer-deverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfah-ren auf 2.500,00 Euro festgesetzt.

 
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