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Oberverwaltungsgericht NRW, 13 A 172/10

Datum:
23.09.2010
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
13. Senat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
13 A 172/10
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2010:0923.13A172.10.00
 
Leitsätze:

In die für Serviceeinrichtungen für Eisenbahnen aufzustellenden Nutzungs¬be-din¬gungen sind gemäß § 10 EIBV die Regelungen aufzunehmen, die für die Zu¬gangspetenten im Hinblick auf den Zugang zur Leistung in einer Serviceeinrich¬tung von unmittelbarer Bedeutung sind.

Bei Vor¬liegen eines Mangels darf der davon betroffene Zugangsberechtigte nicht wie der Zugangsberechtigte behandelt werden, der die Leistungen des Eisen¬bahnin¬fra¬strukturunternehmens ungestört in Anspruch nehmen kann. Letztlich ist der Gedanke, dass im Fall der Leistungsstörung jedenfalls das Ent-gelt zu redu¬zieren ist, Ausdruck einer anderenfalls sachwidrigen Gleichbehandlung unter¬schiedlicher Vergleichs¬gruppen.

 
Tenor:

Das Berufungsverfahren wird eingestellt, soweit die Klägerin ihre Berufung hinsichtlich der Ziff. 1, 2 und 4 des angefochtenen Bescheids zu der Klausel 4.3.1 NBS zurückgenommen hat.

Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 4. Dezember 2009 geändert.

Ziffern 1, 2 und 4 des Bescheids der Bundesnetz-agentur vom 20. November 2006 in der Gestalt des Widerspruchsbescheids vom 19. Oktober 2007 wird aufgehoben, soweit den Klauseln 1.4.1, 3.3.3, 4.2 Satz 1, 4.4, 4.7.3, 4.7.4, 5.1.3, Anlage 3 Klausel 1.2 NBS aus formellen Gründen und den Klauseln 1.1.1, 4.7.2, 4.7.4, Anlage 1 Klausel 2, NBS aus materiellen Gründen widersprochen wird. Im Übrigen wird die Berufung der Klägerin zurückgewiesen.

Die Berufung der Beklagten wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Klägerin und die Beklagte jeweils zur Hälfte.

Das Urteil ist hinsichtlich der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Vollstreckungs¬schuldner kann die Vollstreckung durch Sicher¬heitsleistung in Höhe von 110 % des vollstreck¬baren Betrags abwenden, wenn nicht der jewei¬lige Vollstreckungsgläubiger vor der Vollstre¬ckung Sicherheit in Höhe von 110 % des zu voll-streckenden Betrags leistet.

Die Revision wird zugelassen.

 
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