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Oberverwaltungsgericht NRW, 11 D 26/08.AK

Datum:
19.08.2010
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
11. Senat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
11 D 26/08.AK
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2010:0819.11D26.08AK.00
 
Schlagworte:
Ausschluss, Einwendung, Einwendungsausschluss, E-Mail, Planfeststellung, Planfeststellungsbeschluss, Präklusion, Schriftform, schriftlich, Wiedereinsetzung, Vereinsklage, Verschulden
Normen:
EnWG § 43; EnWG § 43a; BNatSchG 2002 § 61; BNatSchG 2009 § 64; UmwRG § 1; UmwRG § 2 Abs. 3; VwVfG NRW § 3a; VwVfG NRW § 32; VwVfG NRW § 73 Abs. 4; SigG § 2 Nr. 3
Leitsätze:

1. § 43a Nr. 7 EnWG normiert eine materielle Verwirkungspräklusion, die sich auch auf das gerichtliche Verfahren erstreckt.

2. Die Schriftform für Einwendungen nach § 43a Nr. 3 Satz 1 EnWG i. V. m. § 73 Abs. 4 Satz 1 VwVfG NRW wird durch eine E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur nicht gewahrt.

3. Zur Frage der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in eine versäumte Einwen-dungsfrist nach Erlass eines Planfeststellungsbeschlusses analog § 32 VwVfG NRW im Klageverfahren und zum unverschuldeten Fristversäumnis (Verschulden im Einzelfall bejaht).

4. § 2 Abs. 3 UmwRG verstößt nicht gegen europäisches Gemeinschaftsrecht (m. w. N.).

 
Tenor:

Die Klage wird abgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens ein-schließlich der außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig voll-streckbar.

Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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