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Oberverwaltungsgericht NRW, 7 A 1308/08

Datum:
28.08.2009
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
7. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 A 1308/08
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2009:0828.7A1308.08.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Arnsberg, 4 K 3873/06
Schlagworte:
Zulassungsantrag, Darlegung, Rechtsänderung, Ausnahme, Schlusspunktheorie
Normen:
VwGO § 124a Abs. 4; BauO NRW § 74a
Leitsätze:

1. Ist nach Ablauf der Frist für die Darlegung der Gründe, aus denen die Berufung zuzulassen sein soll, eine Rechtsänderung eingetreten, bleibt diese bei der Entscheidung über den Zulassungsantrag grundsätzlich unberücksichtigt. Dies kann dann anders sein, wenn ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des erstinstanzlichen Urteils gerade unter Bezug auf eine bevorstehende Rechtsänderung fristgerecht dargelegt worden sind. Der Bezug auf eine noch anstehende Ratssitzung, in der eine Bebauungsplanänderung beschlossen werden soll, reicht nicht.

2. Im Verfahren nach § 74a BauO NRW auf Erteilung einer Ausnahme von Festsetzungen eines Bebauungsplans werden regelmäßig nicht alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften geprüft, die einem Vorhaben etwaig entgegenstehen können.

 
Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

Die Beigeladene trägt die Kosten des Zulassungsverfah¬rens.

Der Streitwert wird auch für das Zulassungsverfah¬ren auf 20.000,-- Euro festgesetzt.

 
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