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Oberverwaltungsgericht NRW, 17 A 2609/03

Datum:
30.09.2009
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
17. Senat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
17 A 2609/03
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2009:0930.17A2609.03.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Düsseldorf, 14 K 5769/99
 
Tenor:

Das angefochtene Urteil wird geändert.

Die im Zeitraum vom 2. Januar 1991 bis 31. März 1999 erlassenen und in der Auflistung zur Klageschrift (Beiakte Heft 1) aufgeführten Bescheide des Beklagten mit Ausnahme der Bescheide vom 4. Februar 1993, 11. März 1993, 7. April 1993, 6. Mai 1993, 4. Juni 1993 und 6. Juli 1993 werden aufgehoben,

a) soweit die festgesetzten Gebühren für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung im Zeitraum vom 2. Januar 1991 bis 31. Dezember 1993 nach § 3 der Satzung des Kreises Neuss über die Erhebung von Gebühren für Amtshandlungen nach dem Fleischhygienerecht vom 10. Juni 1999 die Pauschalbeträge überschreiten, die sich für den Zeitraum vom 1. Januar 1991 bis 31. Dezember 1993 aus Art. 2 Abs. 1 der Entscheidung 88/408/EWG ergeben,

b) soweit die festgesetzten Gebühren für die Zerlegung nach § 8 der Satzung des Kreises Neuss über die Erhebung von Gebühren und Amtshandlungen nach dem Fleischhygienerecht vom 10. Juni 1999

ba) vom 4. August 1993 bis 31. Dezember 1993 den Pauschalbetrag von 3 ECU/t Fleisch mit Knochen überschreiten, wobei bei Eigenzerlegung sich der Pauschalbetrag um 30 v.H. reduziert,

bb) vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1994 den Pauschalbetrag von 3 ECU/t für Fleisch, das in einem Zerlegungsbetrieb angeliefert wird, überschreiten, wobei bei Eigenzerlegung sich der Pauschalbetrag um 30 v.H. reduziert,

bc) vom 1. April 1997 bis 31. März 1999 den Pauschalbetrag von 3 ECU/t für Fleisch, das in einem Zerlegungsbetrieb angeliefert wird, überschreiten, wobei bei Eigenzerlegung sich der Pauschalbetrag um 55 v.H. reduziert und

bd) vom 1. Januar 1995 bis 31. März 1997 den Betrag von 0 DM überschreiten.

Im Übrigen wird die Berufung zurückgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits beider Rechtszüge werden unter Einbeziehung der erstinstanzlichen Kostenentscheidung dem Kläger zu 55 % und dem Beklagten zu 45% auferlegt.

Das Urteil ist wegen der Kosten vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Vollstreckungsschuldner darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe des beizutreibenden Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Vollstreckungsgläubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet.

Die Revision wird nicht zugelassen.

 
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