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Oberverwaltungsgericht NRW, 13 B 958/09

Datum:
08.12.2009
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
13. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
13 B 958/09
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2009:1208.13B958.09.00
 
Leitsätze:

Die zuständige Behörde ist grundsätzlich berechtigt, einem Veranstalter von Internet-Glücksspiel in Nordrhein-Westfalen aufzugeben, Spielinteressenten vor Spielbeginn über ihren Aufenthaltsort zu befragen, die Angaben durch Geolokalisation und (optional) durch Handy- und Festsetzortung zu überprüfen und Spielinteressenten, deren Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen danach nicht auszuschließen ist, die Spielteilnahme zu verweigern. Dem Ordnungspflichtigen bleibt es unbenommen, der Behörde fristgerecht ein ihn subjektiv weniger belastendes, aber ebenso geeignetes Austauschmittel anzubieten.

Wird die mit dem Grundverwaltungsakt verbundene Zwangsgeldandrohung ohne Zustellungswillen mit einfachem Brief übersandt, ist lediglich die Zwangsgeldandrohung, nicht aber auch der Grundverwaltungsakt unwirksam, sofern für ihn keine Zustellung vorgeschrieben ist.

 
Tenor:

Die Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 24. Juni 2009 wird zurückgewiesen.

Die Antragstellerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Streitwert wird für das Beschwerdeverfahren auf 100.000,- Euro festgesetzt.

 
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