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Oberverwaltungsgericht NRW, 18 B 130/06

Datum:
08.03.2006
Gericht:
Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper:
18. Senat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
18 B 130/06
ECLI:
ECLI:DE:OVGNRW:2006:0308.18B130.06.00
 
Vorinstanz:
Verwaltungsgericht Arnsberg, 10 L 1179/05
Schlagworte:
Ausweisung Ausweisungsschutz Verlöbnis nichteheliche Lebensgemeinschaft Assoziationsberechtigung Assoziationsrecht Familienangehöriger Erlöschen erheblicher Zeitraum
Normen:
AufenthG § 56 Abs. 1 S. 1 Nr. 4; ARB 1/80 Art 7; Richtlinie 2004/38/EG § 11 Abs. 2; Richtlinie 2004/38/EG § 16 Abs. 3
Leitsätze:

1. Das Verlöbnis bzw. eine nichteheliche Lebensgemeinschaft mit einer Deutschen führt nicht auf Ausweisungsschutz nach § 56 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AufenthG (im Anschluss an Beschlüsse vom 12. Februar 1991 - 18 B 84/91 -, InfAuslR 1991, 187, und vom 9. August 2002 - 18 B 864/01 -).

2. Ein Aufenthaltsrecht nach Art. 7 Satz 1 ARB 1/80 erlischt unter anderem, wenn der betreffende Familienangehörige das Gebiet des ihn aufnehmenden Mitgliedstaates für einen nicht unerheblichen Zeitraum ohne berechtigte Gründe verlässt (im Anschluss an EuGH, u. a. Urteil vom 7. Juni 2005 - Rs. C-373/03 [Aydinli], NVwZ 2005, 1292).

3. Für die Frage, wann ein erheblicher Zeitraum im oben genannten Sinne vorliegt, kann als Richtschnur der Zeitraum von sechs Monaten herangezogen werden (im Anschluss an Beschluss vom 9. Dezember 2002 - 18 B 840/02 -, AuAS 2003, 74.).

 
Tenor:

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Der Antragsteller trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfahren auf 2.500,-- Euro festgesetzt.

 
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