Seite drucken Seite drucken   Entscheidung als PDF runterladen Entscheidung als PDF runterladen

Oberlandesgericht Köln, 24 U 77/98

Datum:
09.11.1999
Gericht:
Oberlandesgericht Köln
Spruchkörper:
24. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
24 U 77/98
ECLI:
ECLI:DE:OLGK:1999:1109.24U77.98.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Köln, 22 O 121/97
 
Tenor:
Auf die Berufung der Beklagten wird das am 19.5.1998 verkündete Urteil der 22. Zivilkammer des Landgerichts Köln - 22 0 121/97 - teilweise abgeändert und wie folgt neu gefasst : 1. a. Die Beklagte zu 1.) wird verurteilt, an den Kläger die Räumlichkeiten der Freizeitsportanlage des Objektes in der S.Straße 5, .... K., bestehend aus den Räumlichkeiten im Erdgeschoss, 8 Squash-Hallen, 8 Badmintonplätzen, 1 Shop, 1 Gastronomie mit Kühlraum, 1 Küche und Technik, sowie den Räumlichkeiten im 1. Obergeschoss, bestehend aus Umkleiden, Sauna, Ruheraum, WC's, 2 Büros, 1 Gymnas-tikraum und Technik, sowie die zum Objekt gehören-den Parkplatzflächen und sämtliches zu der verpachteten Freizeitsportanlage gehörende Inventar (50 Stühle - Gastronomie -, 20 Tische - Gastronomie -, 20 Barhocker - Gastronomie - , 3 Stehtische - Gastronomie - , Kommunikationsanlage - Gastronomie - , Mikrofon und Lautsprecher, Bänke Umkleideraum - fest installiert -, 188 Garderobenschränke, 50 Wertfächer, 254 Perlon-Armbänder für Schlüsselbox, Theke, Schanksäule, komplette Schankanlage, Würfeleisbereiter, 6 Stück Unterschränke, 1 Stück Dampf-bad komplett und 1 Stück Trockensauna komplett) herauszugeben. b. Die Beklagte zu 1.) wird uneingeschränkt, der Beklagte zu 2.) Zug um Zug gegen Freistellung von der Restforderung der Fa. B. nach Maßgabe der Rechnung vom 22.11.1996 Nr. 961647 in Höhe von 252.383,60 DM, Freistellung gegenüber der Fa. L. GmbH in Höhe von 9.429,73 DM gemäß der Schlussrechnung der Fa. L. vom 4.9.1996, Nr. 99413, Freistellung von der Forderung der G. gemäß Rechnung vom 13.12.1996 Nr. 08125718 in Höhe von 1.644,90 DM, Freistellung von der Rechnung der Fa. M., Rechnungs-Nr. 96-00667, in Höhe von 404,09 DM und Frei-stellung von der Forderung der Stadt K. (Bauaufsichtsamt) gemäß Bescheid vom 23.11.1995 in Höhe von 32.364,- DM, Freistellung von den Verbindlichkeiten auf dem Baukonto Nr. 107 123 05 bei der Stadtsparkasse K. in Höhe von 60.460,94 DM nebst 15,5 % Zinsen ab dem 8.9.1997, Freistellung von dem Anspruch der Fa. S. GmbH gemäß Kostenfestsetzungsbeschluss des Landgerichts K. vom 27.05.1997 - 22 O 279/96 - in Höhe von 5.138,50 DM zuzüglich 4 % Zinsen seit dem 21.1.1997, verurteilt, an den Klä-ger als Gesamtschuldner 70.933,45 DM nebst 6,75 % Zinsen aus 40.548,81 DM ab dem 1.6.1997 und aus 70.933,45 DM seit dem 1.7.1997 zu zahlen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 2. Auf die Widerklage wird der Kläger verurteilt, a. den Beklagten zu 2.) von der Restforderung der Fa. B. nach Maßgabe der Rechnung vom 22.11.1996 Nr. 961647 in Höhe von 252.383,60 DM freizustellen; b. den Beklagten zu 2.) von der Forderung der Fa. L. GmbH in Höhe von 9.429,73 DM gemäß deren Schlussrechnung vom 4.9.1996 Nr. 99413 freizustellen; c. den Beklagten zu 2.) von der Forderung der G. gemäß Rechnung vom 13.12.1996 Nr. 08125718 in Höhe von 1.644,90 DM freizustellen; d. den Beklagten zu 2.) von der Forderung der Fa. M., Rechnungs-Nr. 96-00667, in Höhe von 404,09 DM freizustellen; e. den Beklagten zu 2.) von der Forderung der Stadt K. (Bauaufsichtsamt) gemäß Bescheid vom 23.11. 1995 in Höhe von 32.364,- DM freizustellen. 3. Auf die Widerklage wird festgestellt, a. dass die Beklagten zu 1.) und 2.) berechtigt sind, bezüglich der Freizeitsportanlage S.Straße 5, .... K., den vereinbarten Pachtzins für den Zeitraum November/Dezember 1996 in Höhe von 36.900,- DM je Monat um 10.725,- DM (Freizeitbereich 9.000,- DM und Gastronomie 1.725,- DM) und ab dem 1.1.1997 den vereinbarten Pachtzins in Höhe von 46.900,- DM um 13.725,- DM (Freitzeitbereich 12.000,- DM, Gastronomiebereich 1.725,- DM) im Monat zu mindern; b. dass der Kläger verpflichtet ist, den Beklagten zu 2.) von etwaigen Schadensersatzansprüchen der M. GmbH & Co KG im Zusammenhang mit der Errichtung des Objektes S.Straße freizustellen. 4. Auf die Widerklage wird der Kläger ferner verurteilt, a. den Beklagten zu 2.) von den Verbindlichkeiten aus dem Baukonto Nr. 107 123 05 bei der Stadtsparkasse K. in Höhe von 60.460,94 DM nebst 15,5 % Zinsen ab dem 8.9.1997 freizustellen; b. den Beklagten zu 2.) von der Forde-rung der Fa. S. GmbH gemäß Kostenfestsetzungsbeschluss des Landgerichts K. vom 27.05.1997 - 22 0 279/96 - in Höhe von 5.138,50 DM zuzüglich 4 % Zinsen ab dem 21.1.1997 freizustellen. Im Übrigen wird die Widerklage abgewiesen. Die weitergehende Berufung wird zurückgewiesen. Die Kosten der ersten Instanz werden wie folgt ver-teilt: Die Gerichtskosten tragen der Kläger zu 30,4 %, die Beklagten als Gesamtschuldner zu 8,4 %, die Beklagten zu 1.) allein zu 19,3 % und der Beklagte zu 2.) allein zu 41,9 %. Von den außergerichtlichen Kosten des Klägers tragen die Beklagten als Gesamtschuldner 8,4 %, die Beklagte zu 1.) allein zu 20,4 % und der Beklagte zu 2.) allein 40,8 %. Von den außergerichtlichen Kosten der Widerbeklagten zu 2.) werden der Beklagten zu 1.) 10 % und dem Beklagten zu 2.) 90 % auferlegt. Der Kläger trägt von den außergerichtlichen Kos-ten der Beklagten zu 1.) 18,5 % und von dem außergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 2.) 31,2 %. Im Übrigen findet eine Kostenerstattung nicht statt. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden wie folgt verteilt: Die Gerichtskosten tragen der Kläger zu 29,9 %, die Beklagten als Gesamtschuldner zu 17,4 %, die Beklagten zu 1.) allein zu 18,5 % und der Beklagte zu 2.) allein zu 34,2 %. Von den außergerichtlichen Kosten des Klägers tragen die Beklagten als Gesamtschuldner 12,2 %, die Beklagte zu 1.) allein zu 22,5 % und der Beklagte zu 2.) allein 35,4 %. Die außergerichtlichen Kosten der Widerbeklagten zu 2.) werden der Beklagten zu 1.) zu 10 % und dem Beklagten zu 2.) zu 90 % auferlegt. Der Kläger trägt von den außergerichtlichen Kosten der Beklagten zu 1.) 15 %, und von dem außergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 2.) 32,4 %. Im Übrigen findet eine Kostenerstattung nicht statt. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Beklagten können die Vollstreckung des Klä-gers aus dem Zahlungstitel und der Kostenfestsetung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 137.000,- DM abwenden, wenn nicht der Kläger vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet. Der Kläger darf die Vollstreckung des Beklagten zu 2.) aus dem Freistellungstitel durch Sicherheitsleistung in Höhe von 344.000,- DM abwenden, falls nicht der Beklagte zu 2.) zuvor Sicherheit in gleicher Höhe leistet. Die Vollstreckung der Beklagten zu 1.) kann der Kläger durch Sicherheitsleistung in Höhe von 6.500,- DM abwenden, wenn nicht die Beklagte zu 1.) zuvor Sicherheit in gleicher Höhe leistet. Die Vollstreckung der Widerbeklagten zu 2.) kön-nen der Beklagte zu 2.) durch Sicherheitsleistung von 8.000,- DM und die Beklagte zu 1.) durch eine solche von 1.000,- DM abwenden, falls nicht die Widerbeklagte zu 2.) vor der Vollstreckung Si-cherheit in gleicher Höhe leistet. Der Beklagten zu 1.) wird ohne Rücksicht auf eine Sicherheitsleistung des Klägers gestattet, die Zwangsvollstreckung aus dem Räumungstitel durch eine monatlich zu leistende Sicherheit von 30.000,- DM, erstmals für den Monat November 1999, zahlbar jeweils zum Monatsende, abzuwenden. Die Sicherheiten können auch durch selbstschuldnerische, unbedingte und unbefristete Bürgschaften einer deutschen Großbank, Genossenschaftsbank oder öffentlich-rechtlichen Sparkasse erbracht werden.
 
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415 416 417 418 419 420 421 422 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 441 442 443 444 445 446 447 448 449 450 451 452 453 454 455 456 457 458 459 460 461 462 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488 489 490 491 492 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522 523 524 525 526 527 528 529 530 531 532 533 534 535 536 537 538 539 540 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550 551 552 553 554 555 556 557 558 559 560 561 562 563 564 565 566 567 568 569 570 571 572 573 574 575 576 577 578 579 580 581 582 583 584 585 586 587 588 589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599 600 601 602 603 604 605 606 607 608 609 610 611 612 613 614 615 616 617 618 619 620 621 622 623 624 625 626
 

Seite drucken Seite drucken Entscheidung als PDF runterladen Entscheidung als PDF runterladen

logo_justiz-nrw-online_rechtsprechungsdatenbank