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Oberlandesgericht Köln, 9 U 243/95

Datum:
21.01.1997
Gericht:
Oberlandesgericht Köln
Spruchkörper:
9. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
9 U 243/95
ECLI:
ECLI:DE:OLGK:1997:0121.9U243.95.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Köln, 24 O 65/95
Schlagworte:
Versicherung Schmuckversicherung Obliegenheit Risikobegrenzung
Normen:
AVBSP 85 §§ 1 u. 5 Nr. 1 b
Leitsätze:
1. Für die Abgrenzung zwischen Obliegenheit und Risikobegrenzung kommt es entscheidend auf den materiellen Gehalt der einzelnen Vorschrift an. Vorschriften, die wie § 5 Nr. 1 b AVBSP 85 in erster Linie ein Verhalten bestimmen (Mitführen von Schmucksachen in Behältnissen), enthalten in der Regel eine Obliegenheit. 2. Für den Diebstahlsnachweis nach § 1 Abs. 2 AVBSP 85 ist kein Vollbeweis erforderlich. Eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für den Schluß auf die Entwendung reicht aus.
Rechtskraft:
rechtskräftig
 
Tenor:
Auf die Berufung der Klägerin wird das am 28.09.1995 verkündete Urteil der 24. Zivilkammer des Landgerichts Köln - 24 O 65/95 - geändert. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 20 400,00 DM nebst 4 % Zinsen seit dem 05.04.1995 zu zahlen. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.
 
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