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Oberlandesgericht Hamm, 8 U 21/25

Datum:
05.05.2026
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
8. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
8 U 21/25
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2026:0505.8U21.25.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Münster, 04 O 241/23
Nachinstanz:
Bundesgerichtshof , I ZR 154/26
Schlagworte:
Meta Business Tools; Ansprüche auf Auskunft, Unterlassung, Löschung und Schadensersatz
Normen:
ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2, § 306, § 314, § 520 Abs. 3; DSGVO Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 4 Nr. 1, Nr. 2, Nr. 7, Art. 5 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1, Art. 7 Abs. 3, Art. 9 Abs. 2; Art. 15 Abs. 1, Art. 17 Abs. 1, Art. 25 Abs. 2; Art. 82 Abs. 1, Art. 99 Abs. 2
Leitsätze:

1. Die Verwendung von Meta Business Tools durch die Beklagte verletzt in mehrfacher Hinsicht zum Nachteil der Nutzer der von der Beklagten betriebenen Social Media Plattform die Datenschutzgrundsätze der DSGVO.

2. Die Beklagte ist insoweit Mitverantwortliche im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO.

3. Ihr Verhalten ist weder nach Art. 6 Abs. 1 DSGVO noch durch eine Einwilligung der Nutzer nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO gerechtfertigt.

4. Dem Nutzer stehen vor diesem Hintergrund Ansprüche auf Auskunftserteilung, Unterlassung, Datenlöschung und immateriellen Schadensersatz zu, wobei letzterer ohne Besonderheiten des Einzelfalls mit 1.500 Euro bemessen werden kann.

5. Zu den erforderlichen prozessualen Voraussetzungen eines wirksamen Teil-Verzichts gemäß § 306 ZPO und der Bestimmtheit der Klageanträge gemäß § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO in Massen-Klageverfahren.

 
Tenor:

Der Antrag der Beklagten vom 26.03.2026 auf Berichtigung der tatsächlichen Feststellungen im Senatsurteil vom 09.03.2026 wird zurückgewiesen.

 
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