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Oberlandesgericht Hamm, 34 U 11/25

Datum:
16.07.2026
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
34. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Urteil
Aktenzeichen:
34 U 11/25
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2026:0716.34U11.25.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Essen, 210 O 15/24
Nachinstanz:
Bundesgerichtshof , ZR 106/26
 
Tenor:

Auf die Berufung der Kläger wird das am 18.12.2024 verkündete Urteil des LG Essen, Az. 210 O 15/24, abgeändert und wie folgt neu gefasst:

I. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger zu Händen beider gemeinschaftlich 263.574 EUR nebst Zinsen i.H.v. 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 833,30 EUR und weiteren 1.562,47 EUR ab dem 20.1.2026, aus 788,36 EUR ab dem 21.5.2026 und im Übrigen ab dem 27.3.2024 zu zahlen

Zug um Zug gegen Abtretung aller Rechte der Kläger aus dem Bauträgerkaufvertrag vom 29.1.2021, UR.-Nr. N01, Notar Dr. R., über den mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. 5 verbundenen 415/10.000 Miteigentumsanteil an dem im Grundbuch des Amtsgerichts Solingen von G01 verzeichneten Grundstück, zur Größe von 3.441,00 qm Gebäude- und Freifläche F.-straße N02, im ehemaligen „Hallenbad M.-L.“, 0000 M., gem. Urkunde vom 21.4.2020 (UR.-Nr. N03 des Notars Dr. A. D. in C.),

und Zug um Zug gegen Abtretung des Anwartschaftsrechts an dem mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. N04 verbundenen 415/10.000 Miteigentumsanteil an dem im Grundbuch des Amtsgerichts Solingen von F01 verzeichneten Grundstück, zur Größe von 3.441,00 qm Gebäude- und Freifläche F.-straße N02, im ehemaligen „Hallenbad M.-L.“, 0000 M., gem. Urkunde vom 21.4.2020 (UR.-Nr. N03 des Notars Dr. A. D. in C.), einschließlich der aufschiebend bedingten Sondernutzungsrechte an dem PKW-Stellplatz Nr. N05

und Zug um Zug gegen Abtretung aller etwaigen Schadensersatzansprüche der Kläger gegen die Zeugen Q. und T. im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Immobilienerwerb

und Zug um Zug gegen Abtretung etwaiger Schadensersatzansprüche und etwaiger Ansprüche auf Freigabe von Sicherheiten der Kläger gegen die B., die E.in H. und die I. im Zusammenhang mit der Finanzierung des streitgegenständlichen Objekts.

II. Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, die Kläger von den noch offenen Kaufpreisraten (84.166,90 EUR) aus dem Kaufvertrag vom 29.1.2021 zum Kauf des mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. N04 verbundenen 415/10.000 Miteigentumsanteil an dem im Grundbuch des Amtsgerichts Solingen von G01 verzeichneten Grundstück, zur Größe von 3.441,00 qm Gebäude- und Freifläche F.-straße N02, im ehemaligen „Hallenbad M.-L.“, 0000 M., gem. Urkunde vom 21.4.2020 (UR.-Nr. N03 des Notars Dr. A. D. in C.), einschließlich der Übertragung/Zuweisung der darin begründeten, aufschiebend bedingten Sondernutzungsrechte an dem PKW-Stellplatz Nr. N05 freizustellen

Zug um Zug gegen Abtretung aller Rechte der Kläger aus dem in Ziff. I bezeichneten Bauträgerkaufvertrag

und Zug um Zug gegen Abtretung des in Ziff. I genannten Anwartschaftsrechts

und Zug um Zug gegen Abtretung aller etwaigen Schadensersatzansprüche der Kläger gegen die Zeugen Q. und T. im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Immobilienerwerb

und Zug um Zug gegen Abtretung etwaiger Schadensersatzansprüche und etwaiger Ansprüche auf Freigabe von Sicherheiten der Kläger gegen die B., die E.in H. und die I. im Zusammenhang mit der Finanzierung des streitgegenständlichen Objekts.

III. Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, die Kläger ab dem 29.5.2026 vom Zinsanteil sämtlicher fällig werdender Verbindlichkeiten aus den folgenden Darlehensverträgen freizustellen:

freizustellen,

Zug um Zug gegen Abtretung aller Rechte der Kläger aus dem in Ziff. I bezeichneten Bauträgerkaufvertrag,

und Zug um Zug gegen Abtretung des in Ziff. I genannten Anwartschaftsrechts

und Zug um Zug gegen Abtretung aller etwaigen Schadensersatzansprüche der Kläger gegen die Zeugen Q. und T. im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Immobilienerwerb

und Zug um Zug gegen Abtretung etwaiger Schadensersatzansprüche und etwaiger Ansprüche auf Freigabe von Sicherheiten der Kläger gegen die B., die E. in H. im Zusammenhang mit der Finanzierung des streitgegenständlichen Objekts.

IV.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, den Klägern zu ihren Händen gemeinschaftlich sämtliche zukünftige Schäden zu ersetzen, die auf dem Abschluss des in Ziff. I der Berufungsanträge bezeichneten Bauträgerkaufvertrags beruhen

Zug um Zug gegen Abtretung aller Rechte der Kläger aus dem in Ziff. I bezeichneten Bauträgerkaufvertrag

und Zug um Zug gegen Abtretung des in Ziff. I genannten Anwartschaftsrechts

und Zug um Zug gegen Abtretung aller etwaigen Schadensersatzansprüche der Kläger gegen die Zeugen Q. und T. im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Immobilienerwerb

und Zug um Zug gegen Abtretung etwaiger Schadensersatzansprüche und etwaiger Ansprüche auf Freigabe von Sicherheiten der Kläger gegen die B., die E.in H. und die I. im Zusammenhang mit der Finanzierung des streitgegenständlichen Objekts.

V.

Die Beklagte wird verurteilt, vorgerichtliche Anwaltskosten in Höhe von 6.473,36 EUR an die Kläger zu ihren Händen gemeinschaftlich zu zahlen.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die weitergehende Berufung der Kläger wird zurückgewiesen.

Die Beklagte hat 58 % der Kosten des Berufungsverfahrens und 56 % der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Die Kläger haben 42 % der Kosten des Berufungsverfahrens und 44 % der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tragen.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Der jeweilige Schuldner darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht der jeweilige Gläubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

Der Streitwert für das Berufungsverfahren wird auf bis 650.000 EUR festgesetzt. Der Streitwert für die erste Instanz wird in Abänderung der erstinstanzlichen Streitwertfestsetzung auf 700.000 EUR festgesetzt.

 
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