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Oberlandesgericht Hamm, 7 U 23/24

Datum:
06.05.2024
Gericht:
Oberlandesgericht Hamm
Spruchkörper:
7. Zivilsenat
Entscheidungsart:
Beschluss
Aktenzeichen:
7 U 23/24
ECLI:
ECLI:DE:OLGHAM:2024:0506.7U23.24.00
 
Vorinstanz:
Landgericht Münster, 11 O 155/23
Schlagworte:
Brand, nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch, privatwirtschaftliche Nutzung, Grobimmissio, Zustandsstörer, Handlungsstörer, besonderes Brandrisiko, nachbarschaftliches Gemeinschaftsverhältnis
Normen:
BGB § 906 Abs. 2 Satz 2 analog, § 1004 Abs. 1, § 862 Abs. 1; § 830 Abs. 1 Satz 2; § 823 Abs. 1
Leitsätze:

1. Besteht für einen Grundstückseigentümer keine tatsächliche Möglichkeit, das Übergreifen eines Brandes vom Nachbargrundstück zu verhindern, kommt grundsätzlich ein Ausgleichsanspruch analog § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB in Betracht (im Anschluss an BGH Urt. v. 23.3.2023 – V ZR 97/21, NJW-RR 2023, 1252 Rn. 23; BGH Urt. v. 18.12.2020 – V ZR 193/19, NJW-RR 2021, 610 Rn. 7; BGH Urt. v. 9.2.2018 – V ZR 311/16, NJW 2018, 1542 Rn. 5).

2. Richtiger Anspruchsgegner als Störer im Sinne von § 1004 Abs. 1 BGB ist dabei aber – wie hier – nicht immer der Eigentümer des Nachbargrundstücks, sondern unter Umstände auch ausschließlich der Grundstücksmieter (im Anschluss an BGH Urt. v. 18.12.2020 – V ZR 193/19, NJW-RR 2021, 610 Rn. 9 ff.; BGH Urt. v. 9.2.2018 – V ZR 311/16, NJW 2018, 1542 Rn. 6 ff.).

 
Tenor:

Der Senat beabsichtigt, die Berufung des Klägers auf seine Kosten gemäß § 522 Abs. 2 Satz 1 ZPO zurückzuweisen.

Es wird dem Kläger Gelegenheit gegeben, binnen drei Wochen nach Zugang dieses Beschlusses Stellung zu nehmen.

 
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